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© grzegorz kula dreamstime.com Analysen | 22 April 2014

Frühlingserwachen im ostdeutschen Maschinenbau

Der ostdeutsche Maschinen- und Anlagenbau ist mit neuem Schwung in das Jahr 2014 gestartet. Neben einer guten Kapazitätsauslastung zeigten wichtige Indikatoren wie die Auftragsreichweite, Umsatzrendite, Geschäftserwartungen und Personalplanungen nach oben.

Das ergab die Konjunkturumfrage für das erste Quartal 2014 unter den 350 Mitgliedern des VDMA-Landesverbandes Ost in Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Die durchschnittliche Auslastung der in den Unternehmen aktuell vorhandenen Maschinen betrug 87,9 Prozent. Auffällig dabei war die ausgeprägte Homogenität: So konnten 82,2 Prozent der ostdeutschen Unternehmen ihre Anlagen zu mindestens 80 Prozent auslasten. Mehr als jedes zweite Unternehmen verzeichnete eine überdurchschnittliche Auslastung von mindestens 90 Prozent. Eine dynamische Entwicklung ließ sich bei der durchschnittlichen Auftragsreichweite von 4,9 Monaten beobachten. Darüber hinaus registrierten 78 von 100 Unternehmen und damit wesentlich mehr als bisher einen besseren oder gleich hohen Auftragsbestand im Vergleich zum Vorquartal. Ebenfalls positiv entwickelte sich die Umsatzrendite, der prozentuale Anteil des Gewinns am Umsatz eines Unternehmens. Optimismus trotz weitreichender Herausforderungen Zu den gegenwärtigen Problemen zählen unter anderem der starke Wettbewerbs-, Preis- und Kostendruck, hohe Material-, Energie- und Rohstoffpreise sowie die zunehmend spürbaren Auswirkungen des demografischen Wandels. "Das Fachkräfteangebot wird sich in den kommenden Jahren merklich verkleinern. Auf diese Entwicklung haben die Unternehmen frühzeitig mit verstärkter Ausbildung, berufsbegleitenden Weiterbildungsprogrammen, gesundheitsfördernden Maßnahmen und Personalentwicklungskonzepten reagiert", erklärt Reinhard Pätz, Geschäftsführer des VDMA Ost. Die Suche nach neuen geeigneten Mitarbeitern falle indes vielen Betrieben immer schwerer. Vor allem bei dem sich abzeichnenden Konjunkturaufschwung werden sich die Klagen über die Fachkräftesituation häufen. Verschärft werde dies durch die geplante Rente mit 63 Jahren. "Diese kurzfristige gesetzliche Regelung durchkreuzt die Personalplanungen der Unternehmen. Es ist zu befürchten, dass erfahrene Mitarbeiter die Betriebe eher als vorgesehen verlassen, noch bevor die Ausbildung von Nachfolgern abgeschlossen ist. Fatal für die Wettbewerbsfähigkeit wäre, wenn frei werdende Stellen nicht nahtlos besetzt werden können", so Pätz. Verunsichert zeigen sich auch die Unternehmen, die im Russlandgeschäft aktiv sind. "Gerade für die ostdeutschen Maschinenbauer ist Russland ein sehr wichtiger Exportmarkt. Zweifellos steht die Sicherung des Friedens über wirtschaftlichen Interessen und muss Russland wegen seines völkerrechtswidrigen Verhaltens auf der Krim entschieden entgegentreten werden. Dennoch sind Fingerspitzengefühl und Augenmaß gefragt", fordert Pätz. So würden weitreichende wirtschaftliche Sanktionen die über Jahre aufgebauten Beziehungen stark belasten. Dennoch blicken die Unternehmen voller Hoffnung in die nahe Zukunft. Fast 93 Prozent der befragten Unternehmen sehen von April bis Juni 2014 bessere oder gleichbleibende Geschäftsaussichten. Dieser Optimismus wird von den Personalplanungen gestützt: 93 von 100 Unternehmen wollen in den nächsten sechs Monaten ihren aktuellen Personalbestand erhöhen oder beibehalten.
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2019.09.15 20:56 V14.3.11-2