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Elektronikproduktion | 25 Januar 2007

EU verurteilt Siemens zu Rekord-Bußgeld

Siemens muss wegen unerlaubter Preisabsprachen ein Rekordbußgeld von rund 419 Millionen Euro zahlen. Die EU verurteilte neben Siemens auch andere große Elektrokonzerne wegen illegaler Preisabsprachen bei Schaltanlagen für Stromnetze.
Siemens will gegen die Entscheidung klagen. Das Bußgeld werde auf das Konzernergebnis im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2006/07 (30. September) voll durchschlagen, hieß es bei Siemens. Der Strafgeld-Beschluss traf beim Konzern unmittelbar vor der Hauptversammlung an diesem Donnerstag in München ein.
Brüssel verhängte insgesamt 750,7 Millionen Euro Strafgelder gegen elf an dem Kartell beteiligte Unternehmen, darunter Alstom, AREVA und Schneider aus Frankreich sowie Hitachi, Mitsubishi und Toshiba aus Japan. Mitsubishi muss 118 Millionen Euro bezahlen. Der Maschinenbaukonzern ABB beichtete die Verstöße in Brüssel und bleibt deshalb als Kronzeuge von einem Bußgeld von 215 Millionen Euro verschont.
Siemens muss exakt 418,6 Millionen Euro bezahlen, davon entfallen 396,6 Millionen Euro auf Siemens Deutschland. Weitere 22 Millionen Euro muss Siemens Österreich für den im Jahr 2005 gekauften Anlagenbauer VA Tech. "Der Grund für das hohe Strafgeld ist die Größe des Unternehmens und sein Marktanteil", sagte der Sprecher.

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