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© alterfalter dreamstime.com Analysen | 04 April 2014

Neue Möglichkeiten für die europäische Industrie

Laut der neuen Roland Berger Studie "Industrie 4.0 – The new industrial revolution – how Europe will succeed" eröffnet die digitale Welt neue Möglichkeiten für die europäische Industrie.

In der Studie zeigen die Experten, was Unternehmen und Politik tun sollten, um die Entwicklung der Industrie 4.0 zu unterstützen und diese Chance für Europa wahrzunehmen. Während Deutschland und Osteuropa ihre Industriemarktanteile weiter erhöhen, steuern andere EU-Staaten auf eine De-Industrialisierung hin. "Diese Entwicklung wird Europa insgesamt schwächen, denn so werden weitere Jobs und Know-how in der Industrie verloren gehen. Nach Mechanisierung, Elektrifizierung und Digitalisierung der Industrie läutet der Einzug des Internets der Dinge in der Fabrik eine vierte industrielle Revolution ein", sagt Max Blanchet, Partner von Roland Berger Strategy Consultants. Und für diese neue industrielle Revolution ist Europa besser gerüstet, als viele glauben. Das globale Umsatzvolumen des produzierenden Gewerbes stieg in den letzten 20 Jahren von knapp 3.500 auf über 6.500 Mrd. Euro im Jahr 2011. Doch der Anteil der Länder an diesem weltweiten Umsatzvolumen hat sich deutlich verändert: Westeuropäische Industrienationen mit einer traditionell starken Industrie haben in diesem Zeitraum über zehn Prozent Marktanteil an aufstrebende Regionen wie Asien, Russland, Südamerika und Afrika verloren. Diese Länder konnten so ihren industriellen Marktanteil auf 40 Prozent steigern. "Diese Entwicklung und die immer stärkere Auslagerung weiterer Aktivitäten wie z.B. Logistik, Wartung und anderer Servicedienstleistungen haben die Beschäftigtenzahlen in Europa noch weiter sinken lassen", erläutert Roland Berger-Partner Thomas Rinn. "Um dieser Abwärtsspirale der europäischen Industrie ein Ende zu setzen, sollte Europa die neuesten Entwicklungen der digitalen Welt auch in der Produktion intelligent einsetzen, um eine höhere Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit in der Industrie zu erreichen und um damit den Anteil der industriellen Produktion zu erhöhen."
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2019.09.16 13:24 V14.3.11-2