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Allgemein | 24 Januar 2007

Zukunftstechnologien werden in Deutschland vernachlässigt

Laut einer Studie der Boston Consulting Group (BCG) ist Deutschland zwar in den traditionellen Technologien weltweit führend, hinkt aber in zukunftsträchtigen Forschungsfeldern hinterher. Defizite gibt es vor allem in der Computer- und Unterhaltungstechnnik, Mikroelektronik und der medizinischen Biotechnologie.
Im Zuge der Studie "Innovationsstandort Deutschland – quo vadis?" hat die Boston Consulting Group (BCG) mehr als 700.000 Patentanmeldungen beim Europäischen und beim US-amerikanischen Patentamt sowie bei der World Intellectual Property Organization zwischen 1998 und 2005 verglichen.
Danach ist Deutschland Vorreiter im Automobilbau, der Umwelttechnologie und in den Technologien für erneuerbare Energie. In Wachstumsfeldern wie Computer- und Unterhaltungstechnnik, Mikroelektronik und der so genannten roten oder medizinischen Biotechnologie wie der Stammzellenforschung sei Deutschland weit abgeschlagen.
"Gleich ob Speichersysteme, Bildverarbeitung und -wiedergabe, Kommunikationsplattformen oder IT-Applikationen: Die meisten Patentanmeldungen stammen aus den USA oder Asien", so die BCG. Deutschland nehme hier primär die Rolle eines "Follower" ein, der neue Technologien anwendungsspezifisch weiterentwickelt. Eine solche Strategie könne vorteilhaft sein, aber nur, wenn schnelllebige Produkt- und Investitionszyklen bewältigt werden können.
Bei der Energietechnologie sieht BCG Deutschland in einer "soliden, ausbaufähigen Mittelfeldposition". Im Bereich der erneuerbaren Energien wie Wind- und Wasserkraft sowie Energiegewinnung aus Biomasse dominiere Deutschland – auch dank staatlicher Förderpolitik. Auf Gebieten der Automobiltechnik wie Antrieb, Steuerung, Fahrzeugstabilisierung, Materialien, Sitzkomfort und Sicherheit sind deutsche Hersteller laut der Studie führend. Elektronische Steuerungen und vor allem auch Embedded Software gewännen hier weiter an Bedeutung.

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