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© andreadonetti-dreamstime.com Elektronikproduktion | 01 April 2014

Europäische EMS Industrie und Umweltschutz

Falls Sie sich gewundert haben, dieser Artikel war unser Aprilscherz.

Die Europäische Union hat eine neue Kampagne rund um die Herstellung von Elektronik eingeleitet. Oder besser gesagt ist die gesamte Lieferkette betroffen. Ein neues Memo zum Umweltschutz könnte sich für eine ganzee Reihe von Unternehmen in der Elektronikindustrie in Europa als Unruhestifter herausstellen. Vor ein paar Jahren wurde der Vorschlag gemacht, dass - um Elektronik-Produkte in der EU vertreiben zu können - diese zu mindestens 45% in der Region hergestellt werden müsste. (Evertiq berichtete). Dies sollte sowohl die Elektronikfertigung zurück auf den Kontinent bringen, als auch die EMS-Industrie stärken. Die Initiative verlief sich jedoch im Sand. Nun scheint es so, als ob die EU eine andere Gesetzesvorlage in Arbeit hat. Und das könnte für viele kleine Unternehmen mit vielen Problemen verbunden sein. Wir sprechen vom Umweltschutz. Das Memo - welches wir von unterrichteten Quellen erhalten haben - erläutert, dass Unternehmen in Zukunft nicht nur der ISO 14000 (Umweltmanagement) folgen müssen, sondern auch einer neuen (strengeren) Verordnung. Hier ein Auszug: - Der neue Vorschlag enthält einige Änderungen und Updates der bisherigen Regelungen, aber auch ein paar Ergänzungen zum Informationsfluss. Die EU möchte, um Treibhausgasemissionen besser eindämmen zu können, einen breiteren Informationskanal aufbauen. Wer produziert wieviel, warum, weshalb, etc. Damit wiederum soll eine fundierte Basis für Politik, Wirtschaft geschaffen werden (welche wiederum die egulatorischen Entscheidungen verbessern sollen). Daher schlägt die Kommission vor, ein Treibhausgas-BerichterstattungsProgram (Greenhouse Gas Reporting Program (GGRP)) zu initiieren. - In Übereinstimmung mit dem Vorschlag einer neuen Handelsstrategie für Konfliktmineralien (vorgestellt von EU-Handelskommissar Karel De Gucht) schlägt die Kommission einen weiteren Verordnungsentwurf vor. Dieser sieht die europaweites System der Selbstzertifizierung für Importeure von Zinn, Tantal, Wolfram und Gold vor. - Um die Rechenschaftspflicht der Hütten und Raffinerien zu erhöhen, Supply-Chain-Transparenz voranzutreiben und verantwortungsvolles Sourcing zu erleichtern, will die EU jährlich eine Liste der Unternehmen veröffentlichen, welche sich zur Selbstzertifizierung entschieden haben. - Ein Significant New Alternatives Policy (SNAP) Program. Das Programm soll Chemikalien, welche die Ozonschicht beeinträchtigen, neue bewerten und regulieren. Hier sind vor allem die Chemikalien wichtig, welche im Clean Air Act (CAA) ausgewiesen sind. "Das wäre eher ein Alptraum für uns. Unternehmen würden rund 80% ihrer Zeit mit der Jagd auf Dokumentationen verschwenden. Ich kann beim besten Willen nicht erkennen, wie man dadurch die Elektronikproduktion wieder nach Europa holen kann. Bald werden wir nur noch die Hersteller von Militärtechnik hier haben", sagt Mikael Svensson , CEO des schwedischen EMS-Dienstleisters TeknoGreen Manufacturing . "Wenn wir uns dann auch noch die Geldstrafen anschauen, dann können wir gleich unsere Koffer packen. Kleine Unternehmen - TeknoGreen hat 20 Mitarbeiter - können nicht für jeden übersehenen Ausrutscher EUR 50'000 zahlen. Es würde den Tod der kleinen und mittelständischen Unternehmen bedeuten." Nach ein paar vergebenen Versuchen haben wir es geschafft auch von der EU ein Statement zu bekommen. "Natürlich werden die Elektronik-Unternehmen verunsichert sein. Das ist verständlich. Ich glaube aber, dass dieser Vorschlag der europäischen Elektronik-Fertigung wieder auf die Beine verhelfen wird. Wir werden dadurch nicht nur eine der modernsten Fertigungsregionen sein, sondern auch eine Lieferkette haben, die dem heutigen Verständnis von Ethik entspricht. Danach sollten wir doch alle streben", erklärt April Margaretha Scherz. "Allerdings möchte ich darauf hinweisen, dass dies immer noch nur ein Vorschlag ist. Wir sammeln immer noch Ideen und Anregungen."
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