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© photodynamx dreamstime.com Leiterplatten | 26 MĂ€rz 2014

RENA: Sanierung in Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung

Die RENA GmbH plant die Fortsetzung der laufenden Sanierung in einem Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung. Einen entsprechenden Antrag hat die GeschĂ€ftsfĂŒhrung heute beim zustĂ€ndigen Amtsgericht Villingen-Schwenningen gestellt.
Dieser Schritt war notwendig geworden, weil die in den vergangenen Tagen unter den Finanzierungspartnern besprochene Finanzierungslösung ĂŒberraschend an Mithaftungsfragen fĂŒr Verbindlichkeiten der seit 19. Februar insolventen Tochtergesellschaft SH+E scheiterte. Der heute gestellte Antrag betrifft nur die RENA GmbH, die anderen in- und auslĂ€ndischen Tochtergesellschaften der RENA Gruppe arbeiten weiter wie bisher. Die Finanzierungspartner und wesentliche HauptglĂ€ubiger unterstĂŒtzen diesen Schritt. Das Sanierungsinstrument eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung ermöglicht es, die RENA GmbH auf Basis eines mit den GlĂ€ubigern abgestimmten Zukunftskonzepts in eigener Regie unter Aufsicht eines vom Gericht bestellten Sachwalters zu restrukturieren. WĂ€hrend dieser Phase ist das Unternehmen vor Vollstreckungen und Zwangsmaßnahmen der GlĂ€ubiger weitgehend geschĂŒtzt und bleibt voll handlungsfĂ€hig. Der GeschĂ€ftsbetrieb bei der RENA GmbH und den ĂŒbrigen Gesellschaften der Gruppe lĂ€uft daher derzeit unverĂ€ndert weiter. In den vergangenen Wochen hat zudem der Auftragseingang im KerngeschĂ€ftsbereich Maschinenbau angezogen. 2014 verzeichnete RENA hier bislang neue AuftrĂ€ge im Volumen von rund 22 Mio. Euro, der gesamte Auftragsbestand betrĂ€gt aktuell ĂŒber 100 Mio. Euro. DarĂŒber hinaus gibt es weitere Anzeichen einer Belebung im Solarmarkt sowie neue GeschĂ€ftsanbahnungen in den Anwendungsfeldern Medizintechnik sowie Leiterplatten- und Halbleiterproduktion. Die RENA GmbH fokussiert sich im Rahmen der Sanierung auf ihre traditionellen StĂ€rken, das Angebot von Produktionsmaschinen fĂŒr die Anwendungsbereiche Erneuerbare Energien/Solar, Medizintechnik sowie fĂŒr die Leiterplatten- und Halbleiterindustrie. Ziel ist unverĂ€ndert, die eingeleitete Restrukturierung im Interesse von GlĂ€ubigern, Kunden, Lieferanten und Mitarbeitern erfolgreich abzuschließen und so den Unternehmensfortbestand zu sichern. Zur UnterstĂŒtzung bei der Restrukturierung hat die RENA GmbH in Abstimmung mit den GlĂ€ubigern mit sofortiger Wirkung den Sanierungsexperten Thomas Oberle von der Kanzlei Wellensiek in die GeschĂ€ftsleitung berufen. Der Rechtsanwalt und Spezialist fĂŒr UnternehmensfortfĂŒhrungen im Insolvenzverfahren wird insbesondere fĂŒr die Eigenverwaltung zustĂ€ndig sein und als Mittler zwischen GlĂ€ubigern und Unternehmen maßgeblich die Erarbeitung des Zukunftskonzepts steuern. Im Zuge der damit verbundenen Neuordnung hat Herr Eckhard Rau das Amt des CFO aus persönlichen GrĂŒnden mit sofortiger Wirkung niedergelegt, um sich alleinig auf die Begleitung des vorlĂ€ufigen Insolvenzverfahrens der Hager + ElsĂ€sser GmbH und deren Zukunftssicherung und Investorenfindung zu konzentrieren.
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2019.02.15 09:57 V12.1.1-1