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© ian poole dreamstime.com Analysen | 18 Dezember 2013

FBDi zeigt Zukunftsperspektiven für die Distribution

Besitzt die Bauelemente Distribution in Zukunft noch eine Existenzberechtigung? Diese Frage diskutierten unlĂ€ngst die Teilnehmer der IDEA / FBDi Trendtage 2013 in MĂŒnchen.
Wirft man einen Blick auf die steigende Nachfrage nach Serviceleistungen auf Seiten der Kunden, lautet die Antwort ganz klar: Ja! "In den letzten 30 Jahren haben sich unsere Margen nahezu halbiert, aber die QuantitĂ€t und QualitĂ€t unserer Dienstleistungen hat sich fast vervierfacht", erlĂ€utert FBDi-Vorstand Georg Steinberger provokant die aktuelle Lage. Kunden verlangen von ihren Distributoren mehr als nur eine große Auswahl an Komponenten zu gĂŒnstigen Preisen. Service ist das neue Kernprodukt, und die AnsprĂŒche der Kunden steigen. Gerade jĂŒngere Kundenschichten legen ein völlig neues Konsumverhalten an den Tag. Sie wollen Produkte mit entwickeln und bestehen stĂ€rker auf einen Dialog mit dem Anbieter - und das zu jeder Zeit und an jedem Ort. "Die Kunden der Zukunft gehören zu einer Generation von Selbstvermarktern und Smartphone-Begeisterten", so Steinberger. Die Aufgabe besteht deshalb darin, neue Verkaufsstrategien zu entwickeln, die auch den mobilen und digitalen Gewohnheiten dieser heranwachsenden Entwickler und EinkĂ€ufer entsprechen. Anbietern muss es gelingen, sich zwischen den Kunden und sein GerĂ€t zu schalten, und ihn mit hoher Serviceleistung fĂŒr sich zu gewinnen. "Als Distributoren mĂŒssen und können wir Services anbieten, die Kunden bei den Herstellern von elektronischen Bauelementen nicht finden", erklĂ€rt Steinberger. "Das macht den Mehrwert unserer Branche aus." Dennoch stehen der Distribution große Herausforderungen bevor: Ob sie diese meistert, hĂ€ngt davon ab, wie mutig und radikal sie neue Technologien und Trends umsetzt. Beispielsweise erlauben neue Multi-Channel Strategien Anbietern auf der einen Seite eine hohe FlexibilitĂ€t gegenĂŒber Marktschwankungen und KundenbedĂŒrfnissen, verlangen jedoch auf der anderen Seite eine aufwĂ€ndige Datenpflege und ein breites Wissen darĂŒber, wer diese Kunden sind und welche KanĂ€le sie nutzen. Die Vision von "Industrie 4.0" ist bislang meistens Theorie. Und auch das PhĂ€nomen Big Data, das prĂ€zise Prognosen ĂŒber Kaufverhalten und zielgerichtete Werbekampagnen verspricht, wirft zunĂ€chst Fragen auf: Wie können Unternehmen aus dem gewaltigen Datenmeer die fĂŒr sie relevanten Informationen heraus fischen? Sind intelligente, kognitive Systeme, wie der auf den Trendtagen vorgestellte Supercomputer "Watson" von IBM, eine Lösung? Oder sind es letztendlich doch unsere Emotionen, die wichtige Entscheidungen fĂ€llen und nichts mit Big Data zu tun haben? FĂŒr die Bauelemente Distribution steht eines zumindest fest: Den persönlichen Kontakt zum Kunden, die umfassende technische Beratung und die individuellen Services können weder Computersysteme noch die Hersteller von Produkten gĂ€nzlich ersetzen. "Die Distributoren sind und bleiben eine treibende Kraft, wenn es um gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklungen geht", ist Steinberger ĂŒberzeugt. "Umso wichtiger ist es fĂŒr uns, den Tunnelblick der Branche von Zeit zu Zeit abzulegen und ĂŒber neue Ideen und Konzepte aktiv nachzudenken."
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