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© kornwa dreamstime.com Elektronikproduktion | 05 Dezember 2013

MEUR 100 für kleine und Mittelbetriebe in der Steiermark

Der österreichische Mittelstand erhält zur Finanzierung seiner Projekte weitere Mittel der Europäischen Investitionsbank (EIB).

Die EIB stellt der Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG (RLB Steiermark) ein Darlehen in Höhe von 100 Mio. Euro zur Verfügung, die die Mittel an ihre Kunden weiterreicht. Einen entsprechenden Darlehensvertrag unterzeichneten jetzt beide Seiten in Graz. Österreichs Wirtschaft ist überwiegend durch kleine und mittlere Unternehmen (KMU) geprägt. Sie stellen mit zirka 310'000 Unternehmen mehr als 99 Prozent aller österreichischen Betriebe und sind für den Großteil der Umsätze und Wertschöpfung verantwortlich. Zugleich beschäftigen sie etwa 60 Prozent der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Sie spielen eine zentrale Rolle, wenn es um die Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen geht. Gerade jungen Menschen, sei es über die Ausbildung oder das erste Arbeitsverhältnis, gelingt in KMU am ehesten der Einstieg in das Berufsleben. KMU-Darlehen stellen seit langem einen Finanzierungsschwerpunkt der EIB dar. Allein im laufenden Jahr wird sie gemeinsam mit dem zur EIB-Gruppe gehörenden Europäischen Investitionsfonds (EIF) insgesamt 20 Mrd. Euro für KMU bereitstellen, davon 17 Mrd. Euro für Darlehen. Übertroffen wird dieses Rekordvolumen schon jetzt von den bewilligten Darlehen, die sich bis Jahresende voraussichtlich auf mehr als 21 Mrd. Euro belaufen werden. Damit ist die Finanzierung von KMU zur umfangreichsten Einzelpriorität der Bank geworden. Zielgruppe sind neben KMU auch verstärkt Midcap-Unternehmen mit bis zu 3000 Beschäftigten. Diese Firmen sind für die klassischen Mittelstandsprogramme der Banken oft zu groß, allerdings für die Refinanzierung an den internationalen Kapitalmärkten zu klein. Dieses häufig besonders innovationsstarke Segment unterstützt die EIB gezielt mit ihren Finanzierungen. Für die Darlehensnehmer sind dabei insbesondere die langen Laufzeiten sowie die vergleichsweise günstigen Konditionen attraktiv. Die Darlehen werden über zwischengeschaltete Banken ausgereicht. In Österreich hat sich schon lange eine sehr gute Kooperation mit verschiedenen Banken etabliert, darunter die RLB Steiermark. Das erlaubt es der EIB, ihr Angebot geographisch breiter auszurichten und auf diese Weise noch mehr KMU zu erreichen. Wilhelm Molterer, EIB-Vizepräsident und unter anderem für die Darlehensvergabe in Österreich zuständig, sagte bei Unterzeichnung des Vertrags: „Die größten Wachstums- und Beschäftigungseffekte erzielen Klein- und Mittelbetriebe. Das gilt in Österreich genauso wie in ganz Europa. Deshalb strebt die EIB in diesem Jahr ein Rekordvolumen bei der KMU-Darlehensvergabe an. Dank der erfolgreichen Zusammenarbeit mit der Raiffeisen-Landesbank Steiermark können wir künftig noch mehr österreichischen Unternehmen den Zugang zu Finanzierung erleichtern.“ „Als Regionalbank sehen wir es als unseren Auftrag, zur Wirtschaftsleistung und damit zu den dafür notwendigen Rahmenbedingungen in der Steiermark beizutragen. Wir freuen uns über die Partnerschaft mit der Europäischen Investitionsbank, die uns zusätzliche Möglichkeiten zur Förderung der regionalen Infrastruktur eröffnet“, ist auch Martin Schaller, Vorstandsvorsitzender der Raiffeisen-Landesbank Steiermark, von der strategischen Kooperation der beiden Institutionen überzeugt.
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2019.08.21 15:49 V14.1.4-2