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© ermess dreamstime.com Elektronikproduktion | 15 November 2013

Europäischer EMS-Markt mit Wachstum in 2014

Ein neuer Bericht von Reed Electronics Research prognostiziert für 2014 (und Folgejahre) ein moderates Wachstum bei europäischen EMS-Umsatz.

Obwohl für das letzte Quartal 2012 ein Abschwung prognostiziert wurde, war der Rückgang deutlicher als ursprünglich vorhergesagt. Aufgrund einer schwachen Wirtschaftslage und niedrigem Verbrauchervertrauen, verschoben OEMs Aufträge ins Jahr 2013 oder stornierten diese Aufträge. 2013 folgt bisher einem ähnlichen Weg wie 2012 und wir sehen einem Jahr 2014 (und danach) entgegen, indem sich die EMS-Industrie auch weiterhin einer Phase der Unsicherheit mit eingeschränkter Visibility gegenübersieht. Die gesamten europäischen Umsätze im Jahr 2014 für die Electronic Manufacturing Services (EMS) Industrie werden, nach den neuesten Zahlen von Reed Electronics Research (RER ), mit einen leichten Rückgang auf EUR 25,5 Milliarden prognostiziert. Ein Wachstum von 0,8% in Westeuropa wird von einem Rückgang von 1,4% in CEE aufgehoben. Großen Unternehmen der Gruppe 1 werden von fallenden Umsatzzahlen bei PCs und der gedämpften Nachfrage nach LCD-TVs beeinträchtigt. Die Region CEE hält im Jahr 2013 - mit 57% - den Hauptanteil am Markt. RER erwartet, dass die europäische EMS-Industrie im Laufe des Jahres 2014 allmählich an Dynamik gewinnt und im späteren Verlauf des Prognosezeitraums auf ein beschleunigtes Wachstum hoffen darf. Bis Ende 2017 wird der europäische Gesamtumsatz auf EUR 27,84 Milliarden angewachsen sein. Für CEE , Nordafrika und Andere wird eine durchschnittliche, kumulierte jährliche Wachstumsrate ( CAAGR ) von 1,58% auf EUR 15,86 Milliarden vorausgesagt. Dementsprechend erwartet RER, dass der EMS-Umsatz in Westeuropa - zwischen 2012 und 2017 - um 1,74% auf EUR 11,99 Milliarden (CAAGR) wachsen wird. Für EMS-Unternehmen in Westeuropa sind Mess- und Regeltechnik, Industrie- und Medizintechnik, aber auch Luft- und Raumfahrt, Verteidigung, Automotive und Energie (insbesondere erneuerbare Energien) die attraktivsten Sektoren. In den CEE- und anderen Niedrigkostenländern bleibt der Fokus auf den Sektoren Computer, Consumer und Communication (3C). Wir werden jedoch auch weiterhin einen anhaltenden und zunehmenden Produktionstransfer von Low & Medium Volume / High Mix aus Westeuropa beobachten können. Gemessen am Umsatz, wird die europäische EMS-Industrie auch weiterhin von der Gruppe 1 der Globalen EMS-Dienstleister - mit Fokus auf High-Volume - dominiert. Hier ist der Großteil der europäischen Produktionsstätten nun in CEE zu finden. Trotz dieser Umstellung haben die weltweit führenden EMS-Unternehmen, abgesehen von Foxconn, eine regionale Produktionspräsenz in Westeuropa gehalten. Allerdings ist das Niveau wieder auf dem vor 2009 (Pre-Rezession) gelandet. Mit diesen Produktionsanlagen in West-, Zentral- und Osteuropa, werden die globalen EMS-Unternehmen mit den führenden, europäischen EMS-Unternehmen in den Wachstumsmärkten Industrial, Medical , Aerospace & Defence , Automotive und High-End- Kommunikation konkurrieren. Da die Mehrzahl dieser Produktionsanlagen von europäischen OEMs erworben wurden, verfügen sie über die gleichen Möglichkeiten wie die europäischen Pendants. Sie können jedoch zusätzlich auf die Ressourcen eines großen Weltkonzern zurückgreifen. Über die nächsten 5 Jahre werden Konsolidierungen - sei es durch Übernahme oder Konkurs - auch weiterhin die Struktur der europäischen EMS-Industrie verändern. Allerdings sieht RER bis 2017 keinen Massenexodus von Unternehmen. Obwohl die großen Unternehmen in der Vergangenheit mit Hilfe von Akquisitionen gewachsen sind, werden solche Aktionen in der Zukunft doch mehr selektiver Natur sein. Unternehmen werden versuchen in neue geografische Märkte zu expandieren; einerseits um den Kunden zu folgen (die auch neue Märkte erschließen) und andererseits um Lücken in ihrem Serviceangebot zu schließen. In den letzten zwei Jahren gab es einen weiteren Anstieg in der Anzahl von Unternehmen - in der Regel in den Gruppen 2 und 3 - die ihrem Angebot eine Low-Cost-Variante zugefügt haben. Dies steht im Einklang mit dem Wettbewerbsgeist innerhalb EMS-Markt und RER erwartet, das (in naher Zukunft) fast alle Unternehmen der Gruppen 2 und 3 über solche Low-Cost-Operationen verfügen werden; direkt oder indirekt (durch Kooperationen).
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2019.11.21 10:53 V14.7.14-1