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© daniel schweinert dreamstime.com Elektronikproduktion | 06 November 2013

Materialbeschaffung könnte für EU-Firmen Probleme bringen

Die große Mehrheit der europäischen Unternehmen übersieht die Sorgfaltspflicht (Due Diligence), wenn es um eine Produktion frei von 'Conflict Minerals' geht. Sie laufen dadurch Gefahr mit gewaltsamen Konflikten und schweren Menschenrechtsverletzungen in Verbindung gebracht zu werden.

Internationale Standards zeigen die Verantwortung auf, die Unternehmen für solche Due Diligence Untersuchungen eigentlich haben. Die Europäische Kommission entwickelt derzeit eine Initiative für eine verantwortungsbewusste Beschaffung von Mineralien aus Konfliktgebieten und Gebieten mit hohem Risiko. "Aber soweit nicht gesetzlich vorgeschrieben, befassen sich die meisten Unternehmen überhaupt nicht mit dieser Frage", sagt Tim Steinweg, Center of Research on Multinational Corporations (SOMO). SOMO hat die Anstrengungen von 186 europäischen, börsennotierten Unternehmen untersucht, die in ihren Produkten Mineralien aus Konfliktregionen verwenden. Während börsennotierte US-Unternehmen die Verwendung von Mineralien aus der Demokratischen Republik Kongo ( DRC) - unter Dodd Frank 1502 - öffentlich machen müssen, gibt es in Europa derzeit keine solche Regelung. Im Gegensatz zu den Annahmen der Politiker, zeigt das SOMO Briefing Papier, dass nur sehr wenige europäische Unternehmen sind derzeit um Due Diligence zu diesem Thema bemühen. Nur 12% der Unternehmen, die nur in Europa gelistet sind - und somit nicht direkt von Dodd Frank 1502 betroffen sind - äußern sich expliziert auf ihren Webseiten zu Konfliktmineralien. Beim Blick auf bestimmte Sektoren, bilden Unternehmen in den Bereichen Healthcare Equipment und Aerospace & Defense die Schlußlichter. Hier bemühen sich weniger als 10% um Transparenz. Insgesamt erwähnen überhaupt nur 34 der 186 untersuchten Unternehmen Konfliktmineralien auf ihren Webseiten.
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2019.09.20 17:48 V14.4.1-1