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© mchudo dreamstime.com Leiterplatten | 30 Oktober 2013

Produktion bei Greule läuft unvermindert weiter

Die Produktion beim Leiterplattenhersteller Greule lÀuft auch nach dem am Dienstag gestellten Insolvenzantrag unvermindert weiter.
"In den ersten GesprĂ€chen mit Kunden und Lieferanten haben wir positive Signale erhalten, dass sie weiter mit Greule zusammenarbeiten wollen. Wenn das so bleibt, können wir den Betrieb schnell stabilisieren und dann auch finanziell wieder auf ein dauerhaft tragfĂ€higes Fundament stellen“, teilten GeschĂ€ftsfĂŒhrer Jörg Heinrich und der vom Amtsgericht Pforzheim bestellte vorlĂ€ufige Insolvenzverwalter, Marc Schmidt-Thieme von der Kanzlei Hoefer I Schmidt-Thieme, heute mit. Heinrich und Schmidt-Thieme informierten heute bei einer Belegschaftsversammlung die insgesamt 113 Mitarbeiter am Standort Engelsbrand bei Pforzheim ĂŒber den aktuellen Stand und das vorlĂ€ufige Insolvenzverfahren. Das Wichtigste fĂŒr die Mitarbeiter: An ihren ArbeitsverhĂ€ltnissen Ă€ndert sich aktuell nichts, alle Mitarbeiter bleiben weiter beschĂ€ftigt. Damit sie zeitnah auch wieder Lohn- und Gehaltszahlungen erhalten, hat der vorlĂ€ufige Insolvenzverwalter bereits die Vorfinanzierung des Insolvenzgeldes fĂŒr die Mitarbeiter auf den Weg gebracht. Der Insolvenzantrag war notwendig geworden, nachdem GesprĂ€che ĂŒber die VerlĂ€ngerung einer Immobilienfinanzierung ĂŒberraschend gescheitert waren. Greule befand sich zuvor bereits in der Restrukturierung und verzeichnete dabei auch erste Erfolge, nachdem bedingt durch den Niedergang der Photovoltaik-Industrie in Deutschland und den Ausfall einiger Kunden die UmsĂ€tze seit 2011 rĂŒcklĂ€ufig waren. Bis dahin waren Zulieferungen von Leiterplatten fĂŒr die Photovoltaik-Branche ein Wachstumstreiber fĂŒr Greule. Noch 2011 hatte man im Zusammenhang damit Modernisierungen des Maschinenparks und KapazitĂ€tserweiterungen vorgenommen. Das 1954 von Fritz Greule gegrĂŒndete Unternehmen produziert heute in den Werken Engelsbrand und Langenbrand Leiterplatten vor allem fĂŒr die Anwendungsbereiche Antriebstechnik und Medizintechnik sowie fĂŒr Photovoltaik, Maschinenbau, Kommunikations-, Mess- und Regeltechnik. Etwa 80 Prozent des Umsatzes von zuletzt rund 12 Mio. Euro werden in Deutschland erwirtschaftet, 20 Prozent auf dem europĂ€ischen Markt. „Das ist ein sauber gefĂŒhrter Betrieb mit einer modernen Produktionsausstattung und einer breit gefĂ€cherten Kundenbasis. Wenn diese Kunden uns weiter die Treue halten, und dafĂŒr werden wir alles tun, dann können wir die Sanierung im Insolvenzverfahren erfolgreich abschließen“, so Schmidt-Thieme. Ein Restrukturierungskonzept ist bereits erstellt, muss jetzt aber noch an die Erfordernisse des Insolvenzverfahrens und im Hinblick auf die Suche nach neuen Investoren angepasst werden.
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