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Allgemein | 04 Januar 2007

Ermittlungen gegen Siemens wegen Zahlungen an Saddam-Regime

Die Nürnberger Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Siemens und Linde wegen möglicher Schmiergeldzahlungen an das ehemalige Regime von Saddam Hussein.
"Es besteht der Verdacht auf einen Verstoß gegen das Außenwirtschaftsgesetz", sagte Oberstaatsanwalt Wolfgang Träg am Mittwoch. Nach längeren Vorermittlungen und einer Zeugenaussage Ende November wurde ein formales Ermittlungsverfahren eingeleitet. Verantwortliche von drei in Erlangen angesiedelten Siemens-Bereichen stehen unter Verdacht, während des UN-Embargos irakische Beamte mit einer sechsstelligen Summe bestochen zu haben, um an Aufträge im Rahmen des Programms "Oil for food" zu erhalten.
Die Ermittlungen richteten sich gegen die Kraftwerkssparte (PG), den Energieübertragungsbereich (PTD) und die Medizintechnik (Med). Zunächst müssten die Ermittler die Übersetzung von Bankunterlagen in arabischer Sprache abwarten. Siemens wies die Anschuldigungen derweil zurück.
Die Nürnberger Ermittlungen folgen auf eine Liste der Vereinten Nationen, auf der eine Reihe von deutschen Unternehmen aufgeführt waren, die Schmiergeld in den Irak gezahlt haben sollen. Neben Siemens war in dem Zusammenhang auch der Industriegasekonzern Linde ins Visier der Behörden geraten.

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