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© krzysztof gorski dreamstime.com Elektronikproduktion | 16 Juli 2013

Loewe restrukturiert über Schutzschirmverfahren

Die Loewe AG und ihre Tochtergesellschaft Loewe Opta GmbH restrukturieren sich über ein Schutzschirmverfahren.

Vorstand und Geschäftsführung haben heute beim zuständigen Amtsgericht Coburg einen entsprechenden Antrag gestellt. „Wie die gesamte Branche belastet die aktuelle Marktschwäche bei TV-Geräten auch unser Geschäft schwer“, betont der Vorstandsvorsitzende von Loewe, Matthias Harsch. „Wir haben uns deshalb entschlossen, die weitere Sanierung von Loewe im Rahmen eines Schutzschirmverfahrens konsequent voranzutreiben.“ Alle anderen in- und ausländischen Tochtergesellschaften arbeiten weiter wie bisher und nehmen nicht am Verfahren teil. Loewe wird – nach Genehmigung des Verfahrens – weiter vom bestehenden Vorstand geführt und kann zur Sanierung des Unternehmens die umfangreichen Möglichkeiten des Schutzschirmverfahrens nutzen. Der Geschäftsbetrieb am Standort Kronach wird uneingeschränkt fortgeführt. Die rund 800 Arbeitnehmer der Unternehmen werden unmittelbar über den Stand der Dinge und die geplanten Maßnahmen informiert. Der Gesetzgeber hat das Schutzschirmverfahren im vergangenen Jahr eingeführt. Dabei handelt es sich um ein klar strukturiertes Verfahren, mit dem sich Unternehmen binnen weniger Monate grundlegend restrukturieren und sanieren können. Die Loewe AG und die Loewe Opta GmbH sind nicht zahlungsunfähig, so dass damit die wichtigsten Voraussetzungen für ein Schutzschirmverfahren, so wie es die Gesetzgebung vorsieht, gegeben sind. Die unternehmerische Verantwortung bleibt dabei weiterhin in den Händen des Unternehmens selbst (“Eigenverwaltung”). Auch für die Aktionäre hat ein Schutzschirmverfahren entscheidende Vorteile, weil bei erfolgreicher Umsetzung ihre Anteile einen Wert behalten. „Es ist nach wie vor unser Ziel, Loewe gemeinsam mit strategischen Partnern und Investoren neu auszurichten“, so Matthias Harsch weiter. Vorstand und Aufsichtsrat der Loewe AG haben sich für ein Schutzschirmverfahren entschieden, weil dieses in der gegenwärtigen schwierigen Lage des Marktes und damit des Unternehmens die besten Instrumente bietet, die eingeleitete Sanierung von Loewe im Interesse aller Stakeholder erfolgreich umzusetzen und so die Zukunft von Loewe zu sichern. „Loewe bleibt auch unter dem Schutzschirm uneingeschränkt handlungsfähig“, unterstreicht Rolf Rickmeyer, Restrukturierungs- und Finanzvorstand der Loewe AG. „Und da wir weiterhin zahlungsfähig sind, können wir alle Kundenaufträge planmäßig erfüllen und auch unsere Lieferantenverbindlichkeiten begleichen, die während des Schutzschirmverfahrens entstehen.“ Eckpunkte der strategischen Neuausrichtung Im Rahmen des Schutzschirmverfahrens wird Loewe gemeinsam mit den Gläubigern einen umfassenden Sanierungsplan entwickeln. Dabei wird vor dem Hintergrund des verschärften internationalen Wettbewerbs das bestehende Sanierungskonzept deutlich erweitert. Parallel erfolgt eine umfassende strategische Neuausrichtung durch eine radikale Überarbeitung der Wertschöpfungs- und Positionierungsstrategie. Ein weiterer Schritt der Restrukturierung wird eine Kapitalerhöhung unter Einbeziehung bestehender und neuer Investoren sein. Damit soll die Kapitalausstattung des Unternehmens wieder gestärkt werden.
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2019.09.20 17:48 V14.4.1-1