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© jakub krechowicz dreamstime.com Analysen | 16 Juli 2013

Spitzenstellung im globalen Exportranking behauptet

Die deutsche Elektroindustrie hat ihre internationale Spitzenstellung im Export behauptet.

Der globale Handel mit elektrotechnischen und elektronischen Produkten hat 2012 erneut kräftig um neun Prozent auf 4,6 Billionen Euro zugenommen und damit fast viermal so stark wie der gesamte Welthandel mit Gütern und Dienstleistungen. Seit der Jahrtausendwende hat sich der weltweite Handel mit elektrotechnischen und elektronischen Erzeugnissen mehr als verdoppelt. Mittlerweile führen mit China und Hongkong zwei asiatische Schwellenländer die Rangliste der wichtigsten Elektro-Exporteure an. Während China mit 606 Mrd. Euro einen Anteil von 27 Prozent an den weltweiten Elektroausfuhren hält, kommt Hongkong ‒ vor allem aufgrund seiner Funktion als internationale Handelsdrehscheibe ‒ mit 204 Mrd. Euro auf einen Anteil von neun Prozent. Beide Länder haben darüber hinaus 2012 auch die höchsten Zuwächse aller 50 vom ZVEI - Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V. untersuchten Länder erzielen können. Mit einem Exportplus von 22 Prozent gegenüber 2011 lag Hongkong hier leicht vor der Volksrepublik mit plus 18 Prozent. Die USA, die bis 2011 die zweite Position im Exportranking eingenommen haben, lagen 2012 mit Elektroausfuhren in Höhe von 202 Mrd. Euro und einem Zuwachs von elf Prozent an dritter Position. Seit dem Jahr 2005 hat die deutsche Elektroindustrie die vierte Position der größten Elektroexporteure inne. Im Jahr 2012 führte Deutschland elektrotechnische und elektronische Produkte und Systeme im Wert von 160 Mrd. Euro aus. Dies entspricht einem Anteil an den globalen Elektroausfuhren von sieben Prozent. Mit Japan (129 Mrd. Euro), Südkorea (114 Mrd. Euro) und Taiwan (97 Mrd. Euro) folgen wiederum drei weitere asiatische Länder auf den nächsten Plätzen. Insgesamt stammen mittlerweile sieben Länder der Top-10-Elektro-Exporteure aus Asien und nur noch zwei aus Europa ‒ neben Deutschland noch die Niederlande, die allerdings ebenso wie Hongkong als Drehscheibe des internationalen Handels dienen und nur in geringem Umfang Erzeugnisse aus eigener Produktion exportieren. Während die deutsche Elektroindustrie ihre gute Position im internationalen Exportwettbewerb über die Jahre halten konnte, haben viele europäische Länder auch im Jahr 2012 weiter an Wettbewerbsfähigkeit verloren. So gingen die Elektroausfuhren in Ungarn um elf Prozent, in Irland um zehn Prozent, in Schweden um neun Prozent und in Italien um drei Prozent zurück. Auch Frankreichs und Großbritanniens Elektroexporteure sind seit einigen Jahren hinter die aufstrebenden asiatischen Schwellenländer zurückgefallen. Diese Entwicklung spiegelt sich auch in der globalen Elektroproduktion wider, die 2012 schätzungsweise ein Volumen von 3.585 Mrd. Euro erreicht haben dürfte. Stammten im Jahr 2000 noch vier Fünftel des Outputs aus den Industrieländern und nur ein Fünftel aus den Schwellenländern, so hat sich das Verhältnis zugunsten der Schwellenländer gewandelt, die nun für 54 Prozent der weltweiten Elektroproduktion stehen. Die deutsche Elektroindustrie ist der weltweit fünftgrößte Produzent ‒ nach China, Japan, den USA und Südkorea.
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2019.06.25 20:13 V13.3.22-2