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© alexandr malyshev dreamstime.com Analysen | 19 Juli 2013

Urban Mining bei Kunststoffen möglich

Der VDMA-Fachverband Abfall- und Recyclingtechnik und der Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung (bvse) tagte diesen Monat gemeinsam in Brüssel mit Vertretern der EU-Kommission zum Thema „Grünbuch zu einer europäischen Strategie für Kunststoffabfälle in der Umwelt".


Wesentliche Frage der EU-Kommission ist, ob Kunststoffabfälle in ausreichendem Maß verwertet werden. Verwertung und Recycling wird oft als Synonym verwendet. Das ist falsch: Verwertung kann energetisch oder stofflich sein. Recycling zielt immer auf die stoffliche Nutzung ab. Aussagen über eine Recyclingquote von über 80 Prozent stimmen nicht. Die durchschnittliche Recyclingquote in Europa liegt bei knapp über 20 Prozent. Kein Recycling ohne Sammelsysteme "Hochwertiges Recycling setzt hochwertige Sammelsysteme voraus", so Werner Herbold, Geschäftsführer der Herbold Meckesheim GmbH, anlässlich der gemeinsamen Grünbuch Kunststoffe Veranstaltung in Brüssel. "Im Grundsatz begrüßt der VDMA Abfall- und Recyclingtechnik das Grünbuch der Europäischen Kommission. Die Marschrichtung einer sinnvollen Kaskadennutzung von Kunststoffabfällen unterstützen die Hersteller von Abfall- und Recyclingtechnik. Alle reden über Urban Mining, wir liefern die technischen Lösungen", so Naemi Denz, Geschäftsführerin des VDMA Fachverbandes. Die Herausforderung: Marine Littering Wesentliche Kunststoffmengen landen in Europa allerdings nicht in Sammelsystemen, sondern in Gewässern. "Marine Littering ist auch außerhalb Europas eine große Herausforderung. Die spannende Frage ist, welche Kunststoffmengen tatsächlich in Gewässern schwimmen und wie diese einer umweltverträglichen Entsorgung zugeführt werden können", ergänzt Herbold zu den Inhalten des Grünbuches.
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2019.06.25 20:13 V13.3.22-2