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© pelfophoto dreamstime.com Elektronikproduktion | 09 Juli 2013

Conergy ist insolvent

Die Conergy AG stellt am 5. Juli beim Amtsgericht Hamburg einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens.

Die wesentlichen deutschen Tochtergesellschaften werden ebenfalls unverzüglich Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens stellen. Die Unternehmensleitung ist unverändert zuversichtlich, im Rahmen des Insolvenzverfahrens mithilfe eines Investors eine Weiterführung des gesamten Geschäftsbetriebs zu erreichen. Bislang hat Conergy erfolgversprechende Verhandlungen über den kurzfristigen Einstieg eines strategischen Investors geführt. Das Bankenkonsortium konnte jedoch nicht zeitnah die erforderliche einheitliche und verlässliche Zustimmung zu dem Konzept erzielen. Nun führte das unerwartete Ausbleiben eines Zahlungseingangs aus einem Großprojekt zu einer Zahlungsunfähigkeit von Conergys Tochtergesellschaften Mounting Systems und Conergy SolarModule. Der Conergy Vorstand ist daher zu der Einschätzung gelangt, dass die bislang positive Fortführungsprognose für die Conergy AG entfallen ist. Trotz länger andauernder und intensiver Verhandlungen konnten sich die Gläubiger untereinander nicht auf ein vom Conergy Vorstand vorgelegtes Zukunftskonzept verständigen, obwohl neun von zehn Kreditgebern bereits ihre grundsätzliche Zustimmung signalisierten. Das zuständige Amtsgericht wird nun einen vorläufigen Insolvenzverwalter bestellen, der entscheiden wird, ob und wie der operative Geschäftsbetrieb des Unternehmens weitergeführt werden kann. CEO Comberg: „Wir unterstützen den vorläufigen Insolvenzverwalter bei Verhandlungen.“ „Wir haben unseren kreditgebenden Banken in den vergangenen 15 Monaten zwei konkrete Vorschläge für den Einstieg eines strategischen Investors vorgelegt und bedauern es sehr, dass sie diesbezüglich in keinem Fall eine verlässliche Einigung über eine zeitnahe Umsetzung erzielen konnten“, sagte Conergy CEO Dr. Philip Comberg. „Ohne eine tragfähige Kapitalstruktur und die entsprechenden liquiden Mittel können wir das von uns geplante Wachstum jedoch nicht umsetzen. Als Vorstand werden wir den jetzt vom Gericht zu bestellenden vorläufigen Insolvenzverwalter jedoch nach allen Kräften zur Seite stehen, um möglichst alle Arbeitsplätze zu sichern und den Geschäftsbetrieb weiterzuführen. Zudem werden wir den vorläufigen Insolvenzverwalter bei Gesprächen mit potenziellen Investoren sowie Conergys Gläubigern unterstützen.“ Neben der Conergy AG sind auch die beiden Fertigungsstandorte des Unternehmens, Conergy SolarModule GmbH & Co. KG in Frankfurt (Oder) und Mounting Systems GmbH in Rangsdorf von der Insolvenz betroffen. Die Auswirkungen auf die internationalen Tochterunternehmen sind derzeit noch nicht absehbar.
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2019.09.20 17:48 V14.4.1-2