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© farang-dreamstime.com Elektronikproduktion | 01 Juli 2013

Nokia 105 erweist sich als profitabel

Ist es möglich, ein Handy zu einem Preis von USD 20,00 zu verkaufen und auch noch Gewinn zu machen?

Mit seinem ultra-low-cost Handy (ULCH) Modell - mit dem klangvollen Namen 105 - hat Nokia gezeigt, wie es gemacht werden kann: durch das Festhalten an einer begrenzten Anzahl an Funktionen und einem hochintegrierten Design. Das Nokia 105 hat eine Marge von unter 30 Prozent (basierend auf Hardware- und Herstellungskosten, sowie Preisgestaltung im Einzelhandel), erklärte der Marktforscher IHS. Das Nokia 105 hat eine Stückliste (BOM) von USD 13,50. Wenn man die Herstellungskosten hinzugefügt, dann steigen die Kosten auf USD 14,20. Bei einem empfohlenen Verkaufspreis von USD 20,00 - der niedrigste Preis für ein ULCH Handy - bringt das 105 eine Hardware- und Fertigungsmarge von 29 Prozent; eine bescheidene Gewinnmarge für das Nokia 105. Das No-Frills-Handy Das 105 erweitert Nokias 1100 Portfolio; ausgerichtet auf die aufstrebenden Märkte in Afrika, Indien und Lateinamerika. Das Handy unterstützt lange Gesprächs- und Standby-Zeiten; wertvolle Attribute in Regionen mit schlechten Stromnetzen oder häufigen Stromausfällen. Die Funktionen des Telefons sind sehr einfach gehalten, mit nur Sprach- und Text-Funktionen. "Während den Smartphones viel Aufmerksamkeit geschenkt wird, bleibt der Markt für einfache Handys sehr wichtig für Nokia", erklärt Wayne Lam, Senior Analyst für Wireless Communication bei IHS. "Auf Non-Smartphones, darunter ULCH Handys wie das 105, entfielen 90 Prozent von Nokias Umsatz in 2012." Handy auf einem Chip In Bezug auf Design, verdankt das 105 seine geringen Kosten einem einzigen, hochintegrierten Chip: Intels PMB7900. Der PMB7900 verbindet Baseband und HF-Transceiver und ermöglicht so GSM / GPRS-Funktionen. Bei so viel Funktionalität in einer einzigen Unit, enthält das 105 nur drei integrierten ICs. Die anderen zwei ICs im 105 sind das SKY77580 Sendemodul von Skyworks, sowie eine NOR-Flash-Unit von Micron. Gemeinsam dominieren diese drei ICs das Baseband / RF-Transceiver / Speicher-Subsystem und (zusammen mit passiven Bauteilen) bringen Kosten von USD 5,25 zur BOM-Liste des 105. Das sind rund 39 Prozent. Trotz des Support für Farbe, verbucht das Display des 105 Kosten von nur USD 2,25 (oder 17 Prozent der BOM). Die Kosten wurden - durch die Nutzung eines TFT-LCD Displays mit einer niedrigen Auflösung von 128x128 - auf einem Minimum gehalten. Diese Display-Technologie ist sehr ausgereift und ist in High-Volume erhältlich. In dem von IHS untersuchten Modell wurde das Display vom chinesischen Unternehmen Tianma Microelectronics gefertigt.
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2019.06.25 20:13 V13.3.22-1