Anzeige
Anzeige
Anzeige
© Hald Leiterplatten | 27 Juni 2013

Präzisionsschleiferei mit Familiensinn

Die europäische Leiterplatten-Industrie ist von großen Veränderungen betroffen. Doch wie sieht es mit den Zulieferern aus? Wir haben uns mit Hald Präzisionsschleiferei GmbH unterhalten.
Als Präzisionsschleiferei für das Nachschleifen von Mikrobohrern, welche von der Leiterplatten-Industrie eingesetzt werden, ist das Unternehmen von einer Branche abhängig, die im Umbruch begriffen ist. Unternehmensnamen haben sich in den vergangenen Jahren geändert, doch der Bedarf an gut geschliffenen Bohrern - und an Leiterplatten - ist ungebrochen.

Hald GmbH - eine der wenigen europäischen Schleifereien - ist derzeit ziemlich gut im Geschäft. "Es ist ja nun nicht so, dass es hier Schleifereien wie Sand am Meer gibt. Wir bedienen die Großen der Branche und ich glaube, eine der größten privaten Schleifereien im Bereich Leiterplattenbohrer in Europa zu sein", meint Herr Hald. 19 Halb- und 8 vollautomatische Bohrerschleifmaschinen sind derzeit im Maschinenpark zu finden. In diesem Jahr sollen noch 3 weitere halbautomatische Schleifmaschinen dazukommen. Mit diesen Aussichten ist der Unternehmer mehr als zufrieden.

Schon seit zwanzig Jahren geht das Gerücht in der Leiterplatten-Branche um, dass das Nachschleifen von Leiterplattenbohrer ein sterbender Markt sei. "Bisher hat sich dieses Gerücht jedoch noch nicht bewahrheitet. Gott sei Dank", lacht der Unternehmer. "Wir sind derzeit richtig gut im Geschäft. Trotz allem sind wir jederzeit in der Lage die Kapazität entsprechend anzupassen."

Das war jedoch nicht immer so. Auch Hald wurde von den Krisenjahren nicht verschont. Kurzarbeit wurde angedacht; der Gedanke jedoch wieder verworfen. "2008 haben wir die Krise kurzzeitig gemerkt, es ging jedoch relativ schnell wieder bergauf. Ich war kurz davor Kurzarbeit anzumelden, hab das aber gelassen. Einen Monat später war die Lage dann schon wieder besser. Ich bin sehr stolz darauf und glaube das - Krisenmanagement ohne Kurzarbeit - als großer Erfolg gewertet werden kann."

Das Unternehmen, 1985 gegründet, hat seinen Hauptsitz in Schwäbisch Hall. Ein weiterer Standort befindet sich seit 2012 in der Tschechischen Republik. Zudem befindet sich eine weitere Produktionsstätte in der Slowakei. Somit ist stets eine Notfallversorgung sichergestellt. Kunden kommen hauptsächlich aus Deutschland - der größte europäische Markt für Leiterplatten.

Allerdings schrumpft der Markt; von ehemals rund 400 Unternehmen sind nur noch knapp 80 Firmen in Deutschland zu finden. "Dann haben wir auch noch Kunden in anderen europäischen Ländern, wie etwa Italien, Österreich, Slowenien, England oder die Niederlande."

Konkurrenz aus Asien gibt es kaum. Für europäische Unternehmen macht es keinen wirklichen Sinn Bohrer zum Schleifen nach Asien zu schicken. Der Preisvorteil würde durch die lange Wartezeit von 3 Monaten komplett negiert. "Bei uns hat der Kunde seine Bohrer nach 14 Tagen wieder. Und das in exzellenter Qualität."

Das Unternehmen und sein Name stehen für Qualität. Und das soll auch so bleiben.

"Qualitätsunterschiede sind groß. Wir sind - meines Wissens nach - in Deutschland die einzige private zertifizierte Schleiferei im Bereich Leiterplattenbohrer. Den Forderungen unserer Kunden entsprechend, haben wir unsere Organisation verbessert und dem internationalen Standard ISO 9001:2008 angepasst. Diese Arbeiten wurden im Oktober 2012 mit der Zertifizierung nach ISO 9001 erfolgreich abgeschlossen."

"Beanstandungen und Reklamationen gibt es bei uns so gut wie gar nicht. Mit schlechter Qualität könnten wir nicht 500.000 Bohrer im Monat bearbeiten."

Kommentare

Kritische Kommentare sind erlaubt und auch erwünscht. Diskussionen sind willkommen. Beschimpfungen, Beleidigungen und rassistische / homophobe und verletzende Äusserungen sind nicht erlaubt und werden entfernt.
Weiterführende Erläuterungen finden Sie hier.
Weitere Nachrichten
2018.07.18 17:55 V10.0.0-1