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© m-Promotion Analysen | 21 Juni 2013

'Do IT with Poland' - IT Branche als Antriebskraft polnischer Wirtschaft

Laut des Berichts des Weltwirtschaftsforums, Global Competitiveness Report 2012-2013, geh√∂rt Polen der Gruppe der 21 L√§nder an, die von einer Wirtschaft auf der Grundlage der Effizienz des Produktionssystems zu einer auf Innovationen beruhenden Wirtschaft √ľbergeht.
Polen setzt auf den Ausbau des IT Sektors, welcher sich seit einigen Jahren zu einer tragenden S√§ule entwickelt. Die internationale Kampagne ‚ÄěDo IT with Polen“ soll intellektuelles Potenzial, Investitionsm√∂glichkeiten und die st√§rksten Vertreter der polnischen Informations- und Kommunikationstechnologie n√§her vorstellen.

Wirtschaftswissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass sich Polen in der dritten Stufe der Entwicklung (nach der im Jahr 1989 begonnen politischen und wirtschaftlichen Transformation) befindet. In den 90er Jahren f√ľhrten grundlegende, marktorientierte Reformen mit wirtschaftlicher Freiheit, √Ėffnung der M√§rkte und Stabilisierung der W√§hrung zu einem dynamischen Aufschwung.

In dem darauf folgenden Jahrzehnt erwies sich der EU Beitritt Polens als sehr stimulierend. Gegenwärtig steht das Land vor Möglichkeit das kontinuierliche Wachstum des Bruttoinlandsprodukts zu halten, in dem es aktiv auf dem internationalen Markt der neuen Technologien agiert.

Obwohl sich die polnische Wirtschaft in den letzten Jahren als immun gegen√ľber den Auswirkungen der internationalen Finanzkrise gezeigt hat, steht sie nun der Herausforderung gegen√ľber, die sogenannte Falle des mittleren Einkommens zu vermeiden (middle income trap). Diese tritt ein, wenn das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts abflacht und dadurch der pro Kopf Wert auf 60% des Niveaus hochentwickelter L√§nder stagniert.

Auch wenn das BIP schnell durch Kopieren von Technologiel√∂sungen aus h√∂her entwickelten L√§ndern gesteigert werden k√∂nnte, w√ľrde das Potenzial dieses Nachahmer-Modells schnell ausgesch√∂pft werden, da Lohnkosten steigen, Arbeitspl√§tze in √§rmere L√§nder outgesourced werden, der Investitionsmarkt ges√§ttigt ist und Importkosten produktivit√§tssteigernder Technologien extrem in die H√∂he schie√üen.

Dem dringenden Innovationsbedarf der polnischen Wirtschaft und dem Bedarf nach Entwicklung neuer Technologien kommen die Unternehmer der IT Branche entgegen, die in den letzten Jahren einen Wachstumsindex im zweistelligen Bereich hervorbrachten. In den Jahren 1996-2008 wuchs der polnische Export im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie j√§hrlich um 28%, besonders in der Konsumelektronik, der Individualsoftware-Entwicklung, der Videospielentwicklung und die Entwicklung von L√∂sungen f√ľr mobile Endger√§te.

Polen steht an f√ľnfter Stelle in Europa, wenn es um die Besch√§ftigung im Bereich der Softwareentwicklung geht (5,1,% des gesamten europ√§ischen Segments). Sie pr√§sentiert sich zunehmend besser als Standort f√ľr Forschungs- und Entwicklungszentren und kleinere Softwareentwicklungsfirmen.

Im Jahr 2010 betrugen Nettoertr√§ge aus dem Verkauf im IT Sektor 113,5 Mrd. PLZ; ein Wachstum von 26% im Vergleich mit dem Jahr 2007. Im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie wuchsen die Gewinne um 48%. Die Ausgaben f√ľr Forschung und Entwicklung verdreifachten sich, und betrugen 758,6 Mio. PLZ.

Die polnische Regierung hat die Gelegenheit, den Sprung nach Vorn zu machen, wahrgenommen und verfolgt mit dem speziell daf√ľr im Jahr 2011 statuierten Ministerium f√ľr Verwaltung und Digitalisierung eine Politik zur gezielten Entwicklung einer kompetenten Informationsgesellschaft.

Premier Tusk spricht sogar von dem ‚Äědigitalen Einschlag”, der Polen in Form von 2,5 Mrd. Euro aus der Haushaltskasse der EU zu Gute kommt. Im Rahmen des Entwicklungsprozesses wird ein operatives, zentrales Programm ‚ÄěDigital Polen“ ins Leben gerufen, was der Minister anl√§sslich des in Warschau stattfindenden internationalen Forums f√ľr die Wettbewerbsf√§higkeit Zentral- und Osteuropas ank√ľndigte.

In Polen wird heute √∂fters als anderswo in Europa auf digitale Medien und Technologien zur√ľckgegriffen und die Anwendungsquoten von E-Government-Diensten durch Unternehmer √ľbertreffen den europ√§ischen Durchschnitt. Mark Zuckerberg, der Facebook Gr√ľnder, sagte k√ľrzlich beim Treffen im Warschauer Ministerium f√ľr Verwaltung und Digitalisierung, dass Polen f√ľr sein Unternehmen das wichtigste Land der Region sei, und polnische Softwareentwickler nach Indern die zweitgr√∂√üte Besch√§ftigtengruppe ausmachen.

Polen ist ein Land mit begabten Informatikern und Programmierern. Die Ressourcen auf dem Arbeitsmarkt im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie vergrößern sich jährlich um ca. 15 Tausend Hochschulabgänger und die Beschäftigung in der IT / IKT Branche sichert Stabilität und gute Entlohnung.

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Deshalb verwundern die bis ins Jahr 2020 gehende Prognosen nicht, dass unter allen EU Ländern, die Zahl der IT Spezialisten nur in Polen und Deutschland zunehmen wird. Polnische Informatikstudenten gewinnen regelmässig internationale Wettbewerbe, sowohl einzeln als auch in Teams. Sie gehören zu den Gewinnern prestigeträchtiger Wettbewerbe wie TopCoder, Microsoft Imagine Cup, Google Code Jam und Intel Challenge.

Nach langen Bem√ľhungen der polnischen Regierung und als Zeichen der Zeit wurde Polen zum Partnerland der diesj√§hrigen Messe f√ľr Informationstechnik CeBit in Hannover gemacht. Kanzlerin Angela Merkel dankte bei Ihrer Er√∂ffnungsrede den Messeverantwortlichen daf√ľr, denn so bek√§me man die Gelegenheit zu sehen, wie Polen die rasanten Entwicklungen nutzt, um neue Arbeitspl√§tze und Besch√§ftigungsm√∂glichkeiten zu schaffen.

Donald Tusk sagte: ‚Äědas starke Auftreten Polens auf der Messe ist ohne Zweifel eine Chance nicht nur f√ľr die Polen, sondern f√ľr alle potentiellen Partner aus dem Ausland. Es ist eine Chance, die polnische Informations- und Kommunikationsbranche genauer zu betrachten und die M√∂glichkeiten, die sie bietet, kennenzulernen.

Denn das reale Potenzial der polnischen Informations- und Kommunikationsbranche bleibt f√ľr Europa und die Welt immer noch verborgen.“ Er sei der √úberzeugung, dass die, die als Erster ‚Äědiesen Schatz“ entdecken, Investoren, Businesspartner, Dienstleistungsanbieter oder Nutzer, die entschiedenen Gewinner sind. ‚ÄěAllen unseren Partnern w√ľnsche ich solch einen Entscheidungsreflex von ganzem Herzen“- sagte Donald Tusk.

Polnische Firmen, die eine Expansion √ľber die Landesgrenzen hinaus planen, gewannen im vergangenen Jahr einen neuen Verb√ľndeten. Damit ist das im April gestartete Programm zur F√∂rderung der Information- und Kommunikationsbranche ‚ÄěDo IT with Polen“ gemeint, erstellt und umgesetzt von der Agentur “M Promotion” im Auftrag des Wirtschaftsministeriums.

Der Terminkalender der Teilnehmer des Programms ist mit Werbeveranstaltungen f√ľr die IT Branche prall gef√ľllt: im Oktober 2012 wurden die teilnehmenden Firmen auf der gr√∂√üten Messe des s√ľdamerikanischen Kontinents, Futurecom in Rio de Janeiro vorgestellt. 2013 folgten im Februar der Mobile World Congress in Barcelona und im M√§rz die CeBit in Hannover.

In den letzten Monaten gab es ebenfalls Termine in Oslo, Washington, New York, Barcelona und Hannover. Treffen mit Experten und Kennern der IT Branchen der jeweiligen Ländern wurden organisiert; ebenso neue Geschäftskontakte und Gespräche mit potenziellen Partnern. Im April 2013 nahmen Programmbeteiligte an der Intertelecom in Lodz teil und Anfang Mai, anlässlich einer Wirtschaftsreise nach Japan, wurde IT Week in Tokio besucht. Das Programm wird von den Mitteln der EU-Regionalfonds mitfinanziert.

‚ÄěPolnische IT Firmen verf√ľgen √ľber Dienstleistungspotenzial und Produkte, die durchaus auf dem internationalen Markt wettbewerbsf√§hig sein k√∂nnen. Die Kosten einer Gesch√§ftsreise ins Ausland k√∂nnen unter Umst√§nden bei mehreren Tausend Zlotych liegen. Die anfallenden Kosten f√ľr zwei Personen die CeBIT oder den Mobile World Congress zu besuchen, liegen f√ľr den Unternehmer bei 70 -110 Tausend Zlotych. Die M√∂glichkeit 75 % dieser Kosten zur√ľckerstattet zu bekommen, wird viele der IT Firmen dazu bewegen, die Promotionsarbeit ausserhalb der Landesgrenzen in Angriff zu nehmen“ - sagt Michal Sobanski, der Gesch√§ftsf√ľhrer der ausf√ľhrenden Agentur ‚ÄěM Promotion”.
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