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© luchschen dreamstime.com Elektronikproduktion | 27 Mai 2013

Fontane-ACM setzt manuelle SMD-Bestückung ein

Heutzutage werden Leiterplatten im Regelfall durch Automaten mit SMD-Bauteilen bestĂŒckt. Schließlich ist eine hundertprozentig exakte Platzierung der winzigen Bauteile gefordert.
Gerade fĂŒr kleine und mittlere Produktionen von weniger als 500 StĂŒck sind die Kosten bei einer automatischen BestĂŒckung aber unverhĂ€ltnismĂ€ĂŸig hoch. Daher setzt man bei der Unternehmensgruppe Fontane-ACM ergĂ€nzend zum automatischen Verfahren seit Jahren auch die manuelle SMD-BestĂŒckung ein. Zu den Kunden, die auf diese Technik setzen, gehören mittelstĂ€ndische Unternehmen aus dem Audiobereich und zunehmend aus dem Wachstumsmarkt Hausautomation. „Ob sich eine manuelle BestĂŒckung von Leiterplatten lohnt, muss natĂŒrlich sorgfĂ€ltig abgewogen werden“, erklĂ€rt Maro Voelkner, Leiter Vertrieb und Marketing der Fontane-ACM Group. „Kosten sind schließlich nur die eine Seite. Wichtig ist vor allem, dass eine gleichbleibende QualitĂ€t erreicht wird – angesichts der winzigen Bauteile eine echte Herausforderung.“ Im chinesischen Werk von Fontane-ACM ist daher eine intensive Ausbildung der Arbeiter Grundvoraussetzung. Die in der manuellen BestĂŒckung eingesetzten ArbeitskrĂ€fte arbeiten mindestens fĂŒnf Jahre im Unternehmen, einige sind schon seit 20 Jahren dabei. Sie alle haben zunĂ€chst ein spezielles Training erhalten, das in der Regel ein Jahr in Anspruch nimmt. Das Ergebnis dieser sorgfĂ€ltigen Ausbildung: eine niedrige Fehlerquote unter einem Prozent vor dem Funktionstest und von nahezu Null nach dem Test - identisch mit der Fehlerquote von automatisch bestĂŒckten Leiterplatten. Meistens werden die Fehler durch kalte Lötstellen ausgelöst. Die Fertigung startet mit dem Silkscreen Printing der Kontaktpunkte, dann trĂ€gt jede Facharbeiterin jeweils zehn bis zwanzig SMD-Teile mit Pinzetten unter Leuchtlupen auf. Die Kontrolle und Zentrierung der Bauteile ĂŒbernimmt eine QualitĂ€tsfacharbeiterin, dann werden die Bauteile automatisch in einem hochwertigen computergesteuerten Reflow-Ofen gelötet. Danach erfolgt die Lötkontrolle aller Teile unter dem Mikroskop und anschließend ĂŒberprĂŒft ein programmierter Incircuit-Tester alle Komponenten und Lötverbindungen. Neben dem Kostenvorteil ĂŒberzeugt die manuelle SMD-BestĂŒckung auch durch eine hohe FlexibilitĂ€t bei der BestĂŒckung der Komponenten mit abweichenden StĂŒcklisten. Bei automatischer Produktion mĂŒssten bei jeder Version die Programmierung und BestĂŒckung des Automaten geĂ€ndert werden – mit kostspieligen Ausfallzeiten (down-times). Bei der manuellen SMD-BestĂŒckung gibt es keine speziellen Anforderungen an GrĂ¶ĂŸe und StĂ€rke der Leiterplatten oder an die Markierungen. Bei jedem Produktionsschritt kann sofort geprĂŒft werden, ob Komponenten fehlen oder beschĂ€digt sind – bei automatischer BestĂŒckung ist das erst am Ende der Produktion möglich. Das kostet Zeit und Material. Und noch ein Vorteil: Im Gegensatz zur automatischen BestĂŒckung gibt es so gut wie keinen Materialverlust.
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2019.02.15 09:57 V12.1.1-1