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Allgemein | 15 Dezember 2006

Korruptionsaffäre ist in der Konzernspitze angelangt

Die AffĂ€re um Bestechungsgelder und Schmiergeldzahlungen bei Siemens hat nun wohl auch die Konzernspitze erreicht. Nach Informationen der SĂŒddeutschen Zeitung (SZ) haben mehrere Beschuldigte neben dem bereits verhafteten frĂŒheren Zentralvorstand Thomas Ganswindt auch die Namen weiterer Topmanager genannt.
Somit mĂŒssten noch weitere FĂŒhrungskrĂ€fte von den Schwarzgeldkonten oder von KorruptionsvorgĂ€ngen gewusst haben. Michael Kutschenreuter, der frĂŒhere Finanzvorstand der Sparte Telekommunikation, habe dies der Staatsanwaltschaft erklĂ€rt, so die SZ. Anfang des vergangenen Jahres seien 38 Millionen Euro an die Firma eines frĂŒheren GeschĂ€ftspartners in Saudi-Arabien gezahlt worden. Die Konzernspitze sei ĂŒber diesen Vorgang informiert gewesen. Das Unternehmen hat gegenĂŒber der SZ eine entsprechende Zahlung bestĂ€tigt. Die FĂŒhrungsspitze von Siemens hat sich mittlerweile die Hilfe prominenter Strafverteidiger gesichert. Auch Aufsichtsratschef Heinrich von Pierer steht zunehmend unter Druck. Er war Vorstandschef bei Siemens, als das System der schwarzen Kassen in vollem Umfang aktiv war. GegenĂŒber der SZ forderten zwei Aufsichtsratmitglieder seinen RĂŒcktritt.
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