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© alinoubigh dreamstime.com Elektronikproduktion | 22 März 2013

SRI: Sanierung in Eigenverwaltung erfolgreich

Die Gläubiger der SRI Holding AG, SRI Radio Systems GmbH und SRI Logistics GmbH haben den Insolvenzplänen zugestimmt. Die Insolvenzverfahren können damit nach rund 7 Monaten bereits abgeschlossen werden. Ca. 310 Arbeitsplätze wurden gerettet.


In den Insolvenzverfahren der Unternehmen der SRI-Unternehmensgruppe wurden in der Gläubigerversammlung beim Amtsgericht Kempten am 20.03.2013 die Insolvenzpläne der in Durach ansässigen Unternehmen von den Gläubigern angenommen. Damit liegen die Voraussetzungen für den Einstieg der TQ-Group GmbH als strategischer Investor vor. „Sechs Monate intensive Arbeit haben sich gelohnt. Die Gläubiger wurden besser gestellt als bei einer Zerschlagung und erhalten schneller ihre Quote. Etwa 310 Arbeitsplätze wurden gesichert. Die Gestaltungsmöglichkeiten der Insolvenzordnung haben die kurzfristige Umsetzung einer Vielzahl von Sanierungsmaßnahmen zur Wiedererlangung der Ertragskraft des Unternehmens ermöglicht. Das zeigt, welche Möglichkeiten das Insolvenzrecht für den Erhalt von Unternehmen bietet.“,so Rechtsanwalt Jörg Spies, der die Insolvenzpläne erstellt hat. Die Umsetzung und Erstellung der Insolvenzpläne erfolgte in enger Abstimmung mit dem eingesetzten Sachwalter, Herrn Rechtsanwalt Dr. Thomas Karg, Kanzlei Schwartz Insolvenzverwalter aus Memmingen. „Wir planen SRI als eigenständigen Standort der TQ-Gruppe mit den Schwerpunkten Telekommunikation, Automotive und weiteren Wachstumsbranchen weiterzuführen. Durch eine enge Zusammenarbeit mit TQ-Systems sollen Kunden- und Marktpotentiale und bestehende Kundenbeziehungen besser genutzt werden. TQ ist seit 1994 fast kontinuierlich im zweistelligen Prozentbereich pro Jahr gewachsen und konnte trotzdem aufgrund begrenzter Ressourcen viele Potentiale nicht ausschöpfen. Durch die Zusammenarbeit mit SRI wird dies besser gelingen und damit weiteres Wachstum generiert.“, so die TQ-Geschäftsführer Detlef Schneider und Rüdiger Stahl. Die Sanierung verbundener Unternehmen in Eigenverwaltung mit Insolvenzplänen ist schwierig, da das deutsche Recht kein Konzerninsolvenzrecht kennt. Durch die Abwicklung der Verfahren der einzelnen Unternehmen mit Eigenverwaltung lassen sich die Voraussetzungen für die erfolgreiche Restrukturierung aber auch ohne Konzerninsolvenzrecht schaffen. Entscheidender Auslöser der Krisensituation war insbesondere die Marktentwicklung im Geschäftsfeld Umwelttechnik, die durch die massiven Branchenprobleme der Solarindustrie in Deutschland zu einem drastischen Ergebniseinbruch führte. Hinzukamen drastische Umsatzeinbrüche mit einem wesentlichen Kunden im Bereich Telekommunikation. Das Unternehmen hatte Umsatzrückgänge von rund 200 Mio. EUR im Jahr 2011 auf rund 80 Mio. EUR im Jahr 2012 zu verkraften.
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2019.06.25 20:13 V13.3.22-1