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© andrzej thiel dreamstime.com Analysen | 21 März 2013

Neues Energieradar – mehr Flexibilität in unsicheren Zeiten

Wesentliche Faktoren, wie die dezentrale, regenerative Energieerzeugung und der Ausstieg aus der Kernenergie, führen zu erheblichen Veränderungen des Energiemarkts. Damit Energieversorger auf Marktveränderungen schneller reagieren können, sollten sie ihre Geschäftsmodelle und Organisation flexibler und effizienter gestalten und neue Geschäftsfelder ausprobieren.

Das sind die wichtigsten Ergebnisse der neuen Studie „Energieradar – Das Zukunftsradar für die deutsche Energiewirtschaft“ von Roland Berger Strategy Consultants und der Technischen Universität München (TUM). Für die Studie wurden rund 130 Führungskräfte aus den vier großen deutschen Energieversorgern sowie Regionalversorgern, Stadtwerken und Forschungseinrichtungen befragt. Politische und regulatorische Maßnahmen bestimmen zunehmend den Energiemarkt und führen zu einer notwendigen Anpassung der Geschäftsmodelle der Marktakteure. "Wichtige Aspekte wie die dezentrale, regenerative Energieerzeugung und der Ausstieg aus der Kernenergie haben das deutsche Marktumfeld in den vergangenen Jahren stark verändert", erklärt Prof. Dr. Alwine Mohnen von der Technischen Universität München. So zeigt die aktuelle Umfrage, dass Energieversorger vor allem auf die Anpassung ihrer Geschäftsmodelle sowie auf mehr Flexibilität setzen. Außerdem sehen sie als wichtige Priorität, ihre Unternehmensstrategie weiterzuentwickeln, die Kundenbindung zu stärken und die eigenen Mitarbeiter auf den anstehenden Wandel vorzubereiten. "Energieversorger sind außerdem mit wichtigen Themen wie Fachkräfteverfügbarkeit, Management von Netzwerken und Kooperationen sowie dem anziehenden Innovationswettbewerb konfrontiert. Hier spielen vor allem die neuesten Entwicklungen im Bereich der Speichertechnologien eine immer wichtigere Rolle", sagt Jörg Stäglich, Partner von Roland Berger Strategy Consultants. Auch wenn es darum geht, Kosten zu sparen, stellen sich Energieunternehmen deutlich um. Ihr Fokus liegt nicht mehr auf harten, einmaligen Einschnitten. Vielmehr versuchen Firmen, ihre Prozesse permanent zu optimieren und somit ihre Effizienz zu steigern und Kosten zu sparen.
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2019.06.25 20:13 V13.3.22-1