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Allgemein | 11 Dezember 2006

VDE und VDI warnen vor Ingenieurmangel

Trotz der guten Berufschancen und interessanten Karriereperspektiven fĂŒr Elektroingenieure ist die Zahl der StudienanfĂ€nger in der Elektro- und Informationstechnik im Wintersemester 2006/07 an den UniversitĂ€ten und Fachhochschulen erneut rĂŒcklĂ€ufig. Nach ersten Analysen des VDE haben sich deren aktuelle AnfĂ€ngerzahlen um vier Prozent zum Vorjahr verringert.
Bereits im Wintersemester 2005/2006 waren die Zahlen im Vergleich zu 2004 um sieben Prozent zurĂŒckgegangen. Begannen letztes Jahr noch 17.678 Studenten das Studium der Elektrotechnik an einer deutschen Hochschule (8.210 Studenten an einer UniversitĂ€t und 9.468 Studenten an einer Fachhochschule), so sind es in diesem Wintersemester nur noch 16.954 (7.868 Immatrikulationen an UniversitĂ€ten und 9.086 an Fachhochschulen). Nach aktuellen SchĂ€tzungen des VDE werden in diesem Jahr rund 9.600 Absolventen die Hochschulen verlassen, welche den Bedarf nach Experten in Wirtschaft und Forschung nicht decken können.
Der Arbeitsmarkt fĂŒr Elektroingenieure ist attraktiv. Das aktuelle VDE-Jobbarometer, eine Bewertung der Internetannoncen von 1.000 Technologieunternehmen, meldet 20 Prozent mehr offene Stellen fĂŒr Elektroingenieure als noch vor einem Jahr. Damit richten sich rund 16 Prozent aller Stellenangebote (31.396) auf den Firmen-Homepages an Ingenieure der Elektro- und Informationstechnik.
Laut VDI (Verein Deutscher Ingenieure e.V.) können derzeit rund 22.000 offene Ingenieurstellen nicht besetzt werden. Kurzfristig sei der Mangel nur durch stĂ€rkere Integration von Frauen und Ă€lteren Arbeitslosen in den Ingenieurarbeitsmarkt zu beheben, mittelfristig mĂŒssten verbesserte Zuwanderungsbedingungen geschaffen werden. Die von Arbeitgebern am stĂ€rksten nachgefragten Ingenieure sind laut VDI: Maschinenbau-, Elektroingenieure und Architekten/Bauingenieure.

Auch volkswirtschaftlich betrachtet ergeben sich durch die unbesetzten Ingenieurstellen Probleme. "Jede nicht-besetzte Ingenieurstelle zieht 2,3 nicht-realisierte ArbeitsplĂ€tze in Forschung und Handel nach sich. Demnach entgehen uns insgesamt ĂŒber 70.000 Stellen und deren Wertschöpfung. Allein die auf Grund der entgangenen Einkommen verlorene Wertschöpfung summiert sich auf 3,7 Milliarden Euro", so der VDI-PrĂ€sident Eike Lehmann.
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