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© baloncici dreamstime.com Leiterplatten | 13 März 2013

Chinesischer Leiterplattenverband bei FELA

Eine chinesische Delegation besuchte die FELA GmbH in Villingen-Schwenningen mit dem Ziel, eine Basis für eine technologische Partnerschaft zu legen.

Die Abordnung unter der Leitung von Yanling Tang, der stellvertretenden Vorsitzenden des chinesischen Leiterplattenverbandes China Printed Curcuit Association (CPCA), bestand unter anderem aus Mitgliedern staatlicher Finanz- und Wirtschaftsinstitutionen. Seit 2006 ist China der weltweit größte Lieferant für Leiterplatten und innerhalb der Branche der am stärksten wachsende Markt. Der Leiterplattenhersteller FELA baute in den letzten fünfzehn Jahren mit asiatischen Herstellern ein stabiles Handelssystem mit deutschen Standards auf. „Der europäische Leiterplattenmarkt wird durch Asien dominiert“, sagt Norbert Krütt, Geschäftsführer von FELA. „Wir halten es für die falsche Strategie, mit Dumpingpreisen mit den asiatischen Herstellern zu konkurrieren. Ein partnerschaftlicher Umgang miteinander ist für uns der einzige Weg, um auch langfristig als europäisches Unternehmen bestehen zu können.“ Die Taktik scheint aufzugehen – denn FELA schreibt schwarze Zahlen und wächst im Handelsgeschäft. Gab es 1990 noch über 1000 Hersteller in Europa, so ist die Zahl heute auf 255 (2011) Unternehmen geschrumpft. Auch die Zahl der Beschäftigten ist von 28.000 (2004) auf 18.000 (2011) gesunken. Betrachtet man hingegen den asiatischen Markt, so spricht die CPCA allein von 1500 Herstellern in China. Glaubt man dem amerikanischen Analyseunternehmen Prismark, so soll der weltweite Gesamtbedarf bis 2015 auf knapp 70 Milliarden US-Dollar steigen. Und China werde bis dahin die eigene Produktionskapazität auf 31 Milliarden US-Dollar ausbauen. Nur knapp 5 Prozent des Weltmarktbedarfs von 59 Milliarden US-Dollar (2011) an Leiterplatten werden in Europa umgesetzt. Das tatsächliche Produktionsvolumen liegt mit 1,9 Milliarden Euro deutlich darunter. In Deutschland wurden 2011 Leiterplatten im Wert von 902 Millionen Euro gefertigt. Der asiatische Markt dagegen boomt. Dort werden etwa 80 Prozent des Weltmarktvolumens gefertigt, wobei die aktuelle Verteilung bei ca. 10 Milliarden US-Dollar in Japan und 35 Milliarden US-Dollar in China/Südostasien liegt. Im Jahr 2011 konnte der chinesische Markt sogar ein Gesamtwachstum von über 10 Prozent verzeichnen.
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2019.06.25 20:13 V13.3.22-2