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© baloncici dreamstime.com Elektronikproduktion | 25 Februar 2013

Ausgaben für Smartphones übertreffen Umsatz mit Fernsehern

Ungeachtet der weltweiten Wirtschafts- und Schuldenkrise ist der Markt für Consumer Electronics-Produkte (CE) in Deutschland 2012 weiter gewachsen. Mit einer Umsatzsteigerung um 3,9 Prozent konnte ein Umsatzvolumen von 28,8 Milliarden Euro erzielt werden (2011: 27,7 Mrd. Euro).

„Die Umsätze im vierten Quartal lagen unter unseren Erwartungen, so dass die ursprüngliche Prognose von einem Wachstum um sechs Prozent nicht erreicht werden konnte. Das Jahr 2012 kennzeichnen drei markante Fakten: Erstmals wurde mit Smartphones ein höherer Umsatz erzielt als mit TV-Geräten. Trotz starker Konkurrenz der mobilen Geräte liegt der Absatz von Fernsehgeräten mit 9,6 Millionen Stück auf gleich hohem Niveau wie im Vorjahr. Dabei konnte der Preisverfall deutlich reduziert werden“, erklärt Hans-Joachim Kamp, Vorsitzender des Aufsichtsrats der gfu - Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik, Frankfurt. Die Beliebtheit smarter Geräte stieg 2012 weiter an: Smart TV, Smartphones und Tablet-PCs weisen signifikante Steigerungen beim Absatz und Umsatz auf. Darüber hinaus gehörten generell großformatige Fernsehgeräte, Komponenten für die Heimvernetzung, digitale Satelliten-Empfänger und alle Geräte, die eine mobile Mediennutzung erlauben, zu den besonders nachgefragten Produkten. Die drei im CEMIX, Consumer Electronic Market Index, beobachteten Produktbereiche zeigten sich 2012 heterogen. Die klassische Unterhaltungselektronik verzeichnet ein Minus von 1,6 Prozent, die privat genutzten Telekommunikations-Produkte erreichen ein Umsatzplus von 20,1 Prozent und die privat genutzten IT-Produkte erzielten 0,9 Prozent mehr Umsatz als im Vorjahr. Mit einem Anteil von 51 Prozent und 14,8 Milliarden Euro stellt die klassische Unterhaltungselektronik das größte Segment im Gesamtmarkt. Dabei kommt der größte Umsatzanteil mit sechs Milliarden Euro von den Fernsehgeräten. Der Bereich der privat genutzten Telekommunikationsprodukte erzielt mit 7,5 Milliarden Euro und erzielt damit 26 Prozent des gesamten Umsatzes. Die privat genutzten IT-Produkte erbrachten 6,5 Milliarden Euro und somit 22 Prozent am Gesamtumsatz. Die Abschaltung der analogen Satellitenübertragung am 30. April 2012 führte zu markanten Steigerungen bei digitalen Satelliten-Receivern für Standard- und HDTV. Alle Marktteilnehmer profitierten zudem von der IFA in Berlin, die als weltweite Leitmesse für Consumer Electronics und Elektro-Hausgeräte mit einem Auftragsvolumen von über 3,8 Milliarden Euro und damit als wichtigster Orderplatz der Branche, traditionell starke Impulse setzt. Die Marktzahlen der CE-Branche werden von den Marktforschern der gfu-Gesellschafter und der Mitgliedsfirmen des Fachverbands Consumer Electronics des ZVEI sowie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) gemeinsam einheitlich für alle Marktteilnehmer in Form des offiziellen Consumer Electronics Market Index CEMIX erhoben und in Kooperation mit dem Bundesverband Technik des Einzelhandels (BVT) für jedes Quartal veröffentlicht. Preisverfall reduziert, große Formate, Smart TV und 3D-TV mit Zuwachs „Entgegen unserer letzten Absatz-Prognose wurden 2012 weniger als zehn Millionen Fernseher abgesetzt. Dennoch blieb der Absatz mit 9,6 Millionen verkauften Fernsehgeräten (- 0,7 %) auf dem hohen Niveau des Vorjahres. Hingegen konnte der Preisverfall 2012 verringert werden. So stieg der Umsatz in diesem Bereich trotz des Absatzrückgangs um 0,2 Prozent auf sechs Milliarden Euro“, konstatiert Hans-Joachim Kamp. Der Trend zu größeren Bilddiagonalen und gut ausgestatteten Geräten setzt sich ungebremst fort: Geräte mit Bildschirmen von 37 Zoll (94 cm) und größer stellen mit 4,2 Milliarden Euro 70 Prozent den größten Umsatzanteil. LCD-TV-Geräte sind mit neun Millionen Stück (+ 2,3 %) die stärkste Produktsorte. Das Verschmelzen von Fernsehen und Internet prägte einen starken Trend im TV-Markt 2012. Die Hälfte aller verkauften Fernseher sind Smart TVs (2012: 4,8 Mio., 2011: 3,4 Mio.). Sie bieten die Möglichkeit, zusätzlich zum TV-Programm auf Internet-Inhalte zuzugreifen. Darüber hinaus schreitet die Heimvernetzung mit dem Smart TV als Basis weiter voran. Smartphone und Tablet-PC reihen sich als Zuspieler, intelligente Fernbedienung oder als zusätzlicher Bildschirm (Second Screen) nahtlos in dieses Szenario ein. Mit 3,2 Millionen in 2012 (2011: 1,7 Mio.) verkauften 3D-tauglichen TV-Geräten setzt sich die Möglichkeit der räumlichen Darstellung des TV-Bilds weiter durch. HDTV und digitale Technologie stark gefragt Im Jahr 2012 erzielten digitale Set-Top-Boxen für Standard (+31 %) und HDTV (+17 %) große Zuwachsraten beim Absatz. Auch die Komplettlösungen für den HDTV-Empfang, Fernsehgeräte mit serienmäßig integrierten digitalen Empfangsteilen, erfreuen sich mit einem Anteil von 93 % an den TV-Geräte-Verkäufen großer Beliebtheit. Blu ray-Player legten im Absatz um 26 Prozent auf 1,8 Millionen zu. Mobilität liegt stark im Trend Die mobile Medien- und Internetnutzung ist beliebter denn je. Portable Geräte werden entsprechend stark nachgefragt. Am erfolgreichsten sind die vielfältig nutzbaren Smartphones. 2012 wurden 18,4 Millionen verkauft. Dem gegenüber stehen nur noch 6,9 Millionen verkaufte herkömmliche Mobiltelefone. Das Umsatzvolumen der Smartphones stieg um 32 Prozent auf 6,8 Milliarden Euro. Mit einem Absatzanstieg um 132 Prozent auf 3,3 Millionen Stück und einem Umsatz von 1,4 Milliarden Euro (+ 97 %) erzielten die Tablet-PCs ebenfalls einen deutlichen Zuwachs. Notebooks (5,7 Mio. Stück, - 20 %) und klassische Desktop-PCs (1,3 Mio. Stück, - 13 %) mussten Rückgänge hinnehmen. Mit einer Steigerung um 0,7 Prozent entwickelte sich der Umsatz mit digitalen Kameras positiv auf 1,7 Milliarden Euro. Dies ist dem gestiegenen Anteil von höherwertigen Spiegelreflex- und System-Kameras (1,3 Mio. Stück) mit Wechselobjektiven geschuldet. Die Gesamt-Stückzahl verkaufter Digitalkameras verringerte sich 2012 um 13 Prozent auf 7,2 Millionen. Erwartung 2013 weiter positiv Für das laufende Jahr prognostizieren die Marktforscher eine moderat positive Marktentwicklung. „Unsere Branche schafft mit ihren innovativen Produkten einen klar erkennbaren Mehrwert für die Konsumenten. Damit werden nicht nur neue Produktsegmente, sondern immer wieder auch neue Anwendungs- und Vernetzungsmöglichkeiten geschaffen. Dies ist die Basis für eine weiterhin positive Marktentwicklung - vorausgesetzt, die Arbeitslosigkeit bleibt auf niedrigem Niveau und das Konsumklima weiter positiv." "Dabei gilt es zu berücksichtigen, dass 2013 keine großen Sportereignisse wie Olympische Spiele oder Fußball-Turniere, die stets die Nachfrage positiv beeinflussen, stattfinden. Positive Impulse werden traditionell allerdings von der IFA kommen. Für 2013 erwarten wir ein Plus um zirka zwei Prozent und damit eine Umsatzsteigerung für den Gesamtmarkt CE auf über 29 Milliarden Euro“, so Hans-Joachim Kamp abschließend.
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