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© cumypah dreamstime.com Elektronikproduktion | 23 Januar 2013

Deutsche Elektroindustrie 2012 mit Rekordexport

FĂŒr das gesamte Jahr 2012 peilt die deutsche Elektroindustrie einen neuen Exportrekord an. Die Ausfuhren der mit mehr als 840.000 BeschĂ€ftigten zweitgrĂ¶ĂŸten deutschen Industriebranche sind im November 2012 mit 13,7 Mrd. Euro zwar zwei Prozent hinter ihrem Vorjahresniveau zurĂŒckgeblieben.
„Von Januar bis November vergangenen Jahres allerdings haben sich die Branchenausfuhren auf 148,0 Mrd. Euro belaufen und ihren Vorjahreswert damit um drei Prozent ĂŒbertroffen“, sagte ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Andreas Gontermann. „FĂŒr das gesamte Jahr 2012 erwarten wir einen Exportanstieg um zwei Prozent auf ein Allzeithoch von 161 Mrd. Euro.“ Die Importe elektrotechnischer und elektronischer Erzeugnisse nach Deutschland sind im November des vergangenen Jahres um vier Prozent gegenĂŒber Vorjahr auf 11,9 Mrd. Euro zurĂŒckgegangen. Zwischen Januar und November nahmen sie um ein Prozent auf 128,1 Mrd. Euro zu. Der ExportĂŒberschuss im deutschen Elektro-Außenhandel hat sich von Januar bis November 2012 demnach auf knapp 20 Mrd. Euro summiert – ein Plus von drei Prozent gegenĂŒber Vorjahr. In den letzten drei Jahren hat sich die Spreizung zwischen den Elektroexporten in die Eurozone und in LĂ€nder außerhalb des Euroraums verstĂ€rkt. Zwischen Januar und November 2012 haben die Ausfuhren in die Eurozone um vier Prozent gegenĂŒber Vorjahr auf 48,8 Mrd. Euro abgenommen, wohingegen sie in DrittlĂ€nder um sieben Prozent auf 99,2 Mrd. Euro zunahmen. Vor allem nach Italien (minus 13 Prozent), Portugal (minus zwölf Prozent) und Spanien (minus elf Prozent), aber auch nach Frankreich (minus 5,5 Prozent), gingen die Elektroexporte spĂŒrbar zurĂŒck. Wachstumsimpulse kamen hingegen aus Japan (plus 22 Prozent), dem Nahen Osten (plus zwölf Prozent) und den USA (plus neun Prozent). „Auch die Ausfuhren nach China, die in der ersten JahreshĂ€lfte rĂŒcklĂ€ufig waren, sind zuletzt wieder krĂ€ftig gestiegen“, sagte Dr. Gontermann. „Im Oktober und November 2012 legten sie um jeweils 14 Prozent gegenĂŒber Vorjahr zu.“ 75 Prozent der deutschen Elektroexporte kamen in den ersten elf Monaten 2012 aus dem Bereich der InvestitionsgĂŒter (111 Mrd. Euro), 13 Prozent waren Vorerzeugnisse bzw. elektronische Bauelemente (19 Mrd. Euro) und zwölf Prozent GebrauchsgĂŒter (18 Mrd. Euro). Die InvestitionsgĂŒter-Ausfuhren erhöhten sich von Januar bis November 2012 um vier Prozent gegenĂŒber Vorjahr, wobei besonders elektrische Schienenfahrzeuge (plus 13,5 Prozent), Medizintechnik (plus zehn Prozent), Batterien (plus 7,5 Prozent), Messtechnik und Prozessautomatisierung (plus sieben Prozent) oder Energietechnik (plus sechs Prozent) sehr gefragt waren. Auch die GebrauchsgĂŒter-Exporte nahmen im gleichen Zeitraum um 4,5 Prozent zu, wĂ€hrend die Ausfuhren elektronischer Bauelemente noch rĂŒcklĂ€ufig waren.
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2019.02.15 09:57 V12.1.1-2