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© andrzej thiel dreamstime.com Elektronikproduktion | 21 Januar 2013

Umweltschutz in der Elektronikproduktion

Der Teufel liegt im Detail: Durch sinnvolle Investitionen und eine Re-Organisation der Produktion lässt sich ein Großteil an Energie sparen.
Mit EU-weit 18.000 Unternehmen und einem Umsatz von 320 Milliarden Euro gilt die Elektrotechnik- und Elektronikindustrie als Wachstumsmotor in Europa. Doch die Kehrseite der zunehmenden Produktion von Elektronikteilen ist ein erh√∂hter Energieverbrauch sowie steigender Schadstoffaussto√ü ‚Äď ein Hindernis f√ľr die Pl√§ne der EU, die Energieeffizienz bis 2020 um 20 Prozent zu steigern und gleichzeitig die CO2-Emission um denselben Wert zu verringern. Was im Gro√üen noch l√§ngst nicht Realit√§t ist, l√§sst sich aber dennoch im eigenen Betrieb umsetzen. Ein Beispiel hierf√ľr ist die photocad GmbH & Co. KG, ein Hersteller f√ľr SMD-Schablonen. Beim Thema Energieeffizienz setzt das Berliner Unternehmen nicht nur auf eine sinnvolle Investitionsstrategie. Auch mit der Umstrukturierung der Fertigungsst√§tte spart die Firma einen Gro√üteil an Energie ein und kann somit eine nachhaltige Produktion gew√§hrleisten. ‚ÄěUm unsere Energieeffizienz zu steigern, w√§hlen wir Investitionen auch nach √∂kologischen Gesichtspunkten aus‚Äú, erkl√§rt Ulf Jepsen, Gesch√§ftsf√ľhrer von photocad. So hat das Unternehmen zwei LPKF-Laseranlagen der neuesten Generation angeschafft. Das Ergebnis: Der Output konnte um 20 Prozent gesteigert und der Energieverbrauch um 20 Prozent gesenkt werden. Dazu ist die Anlage G6080 II mit einer eigenen Luftk√ľhlung ausgestattet, sodass auf ein externes K√ľhlsystem verzichtet werden kann. ‚ÄěZudem spart diese Technik im Vergleich zur bisherigen Wasserk√ľhlung zus√§tzlich Energie‚Äú, so Jepsen. Gleichzeitig ersetzt nun eine zentrale Druckluftversorgung die vorher √ľblichen Einzelaggregate pro Anlage, die w√§hrend der gesamten Produktionszeit in Betrieb waren. Die Druckluft wird dabei computergesteuert erzeugt und √ľber eine Ringleitung verteilt. Dadurch wird nur soviel Druckluft produziert, wie gerade ben√∂tigt wird. Raumzelle f√ľr bewusste Klimatisierung ‚ÄěNeben dem Eigenverbrauch der Anlagen ist in den meisten Betrieben die Klimatisierung der gr√∂√üte Energieverschwender‚Äú, wei√ü Jepsen aus Erfahrung. Dabei muss h√§ufig nur ein Teil der Produktion mit gek√ľhlter Luft versorgt werden, beispielsweise dort, wo Laseranlagen zum Einsatz kommen und Edelstahlbleche gelagert werden. Hier ist eine konstante Temperatur ausschlaggebend f√ľr die Pr√§zision der Anlagen, die im Mikrometer-Bereich arbeiten. Mit der Einrichtung einer Raumzelle wurde bei photocad das Segment der Laserproduktion vom √ľbrigen Produktionsraum abgegrenzt, sodass die Klimatisierung auf die Raumzelle beschr√§nkt werden kann. Auf diese Weise kann mit geringerer K√ľhlleistung gearbeitet werden, was Strom- und Heizkosten deutlich senkt. Insgesamt konnte der Stromverbrauch bei photocad nachweislich um 20 Prozent reduziert werden. Stabile Verpackung mit Pfand Auch in anderen Bereichen lassen sich nachhaltige, umweltfreundliche L√∂sungen finden, beispielsweise bei der Verpackung. photocad hat ein Pfandsystem f√ľr seine PE-Hohlkammerstegplatten eingef√ľhrt: Die Firma nimmt das beschichtete Verpackungsmaterial zur√ľck und schreibt daf√ľr einen Euro gut. Gleichzeitig hat die neue Verpackungsl√∂sung den Vorteil, dass die Schablone beim Transport gut gesch√ľtzt ist und darin auch einfacher und sicherer aufbewahrt werden kann.
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2019.02.22 14:26 V12.2.6-1