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© shawn hempel dreamstime.com Elektronikproduktion | 02 Januar 2013

Europäische Nanoelektronik: 100 Mrd. Euro in Innovation investieren

Die Branchenverbände AENEAS und CATRENE unterschreichen, dass Europa seine Forschungs- und Innovationsbemühungen in der Nanoelektronik massiv steigern muss, um seine Position im globalen Wettbewerb aufrechtzuerhalten.

In diesem Zusammenhang beschreibt man einen Vorschlag von Unternehmen und wissenschaftlichen Einrichtungen aus der europäischen Nanoelektronik, bis 2020 100 Mrd. Euro in ein ambitioniertes Forschungs- und Innovationsprogramm zu investieren, das in enger Zusammenarbeit mit der EU und den Mitgliedsstaaten geplant und umgesetzt wird. "Die Nanoelektronik ist nicht nur an sich strategisch wichtig für Europa, sie ist außerdem eine entscheidende Grundlagentechnologie, die zur Lösung aller gesellschaftlicher Herausforderungen beiträgt, welche im Horizont-2020-Programm der EU aufgeführt sind", sagte Enrico Villa, der Vorsitzende von CATRENE. "Dieses wichtige neue Positionspapier wurde von allen bedeutenden Akteuren der europäischen Nanoelektronik Ecosystem zusammengestellt und befürwortet, darunter große Industrieunternehmen, kleine und mittelständische Betriebe, Forschungsorganisationen und akademische Einrichtungen. Es soll zur Diskussion über die Möglichkeiten anregen, auf welche eine europaweite Forschungs- und Innovationsinitiative koordiniert werden kann, um ihre Relevanz und ihren wirtschaftlichen Wert zu maximieren." Europas Halbleiterindustrie und Forschungsinstitute bilden weiterhin das Herzstück seiner wissensbasierten Wirtschaft und tragen schätzungsweise 30 Mrd. Euro zu seinen jährlichen Einnahmen bei. Die europäischen Halbleiterunternehmen halten dominante globale Positionen in zentralen Anwendungsbereichen, wie z. B. Verkehr und Sicherheit, sowie in der Bereitstellung von Ausrüstung und Materialien für die weltweite Halbleiterproduktion. Die Nanoelektronik eröffnet neue Möglichkeiten, um Europas Stärken in der Herstellung von Ausrüstung und Materialien für die weltweite Mikrochipproduktion auszunutzen. Darüber hinaus bietet sie auch Chancen, die europäische Halbleiterproduktion auf 150mm, 200mm und 300mm-Wafers auszuweiten, um die hochspezialisierten Nanobausteine zu schaffen, die zur Verbindung digitaler Chips mit echten Anwendungsumgebungen notwendig sind. Die Schaffung dieser neuen Bausteine wird entscheidend sein, um Europa’s weltweit führende Stellung in nsegmenten wie z. B. der Kfz-Produktion, der Luft-und Raumfahrt, der Medizinindustrie und der Telekommunikation aufrechtzuerhalten. Zu den dringenden strategischen Maßnahmen, die das Positionspapier zur Absicherung der europäischen Nanoelektronik Ecosystem empfiehlt, gehören die Erweiterung des EU-Etats für wichtige Grundlagentechnologien, um deren häufiger Abhängigkeit von nanoelektronischen Systemen Rechnung zu tragen, vereinfachte Benachrichtigungen über und eine breitere Verfügbarkeit von öffentlichen Zuschüssen für Nanoelektronikprojekte sowie ein verstärkter Fokus von EU-Mitteln für regionale Initiativen zur Unterstützung des vorgeschlagenen Programms. "Trotz des heutigen Sparklimas sind Investitionen in Technologien wirtschaftlich sinnvoll, die Europa im 21. Jahrhundert stützen und zur Überwindung wichtiger gesellschaftlicher Herausforderungen beitragen werden. Dazu gehören zum Beispiel Energieeffizienz, Sicherheit und die Folgen der alternden Bevölkerung", erklärte Villa. "Wir sind fest davon überzeugt, dass die richtigen Investitionen und eine europaweite Programmkoordinierung die europäische Nanoelektronik Ecosystem in die Lage versetzen können, Europas weltweite Einnahmen um mehr als 200 Mrd. Euro pro Jahr zu steigern und direkt sowie indirekt zusätzliche 250.000 Arbeitsplätze zu schaffen."
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2019.08.21 15:49 V14.1.4-2