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Allgemein | 30 November 2006

Nanotechnologie vereinfacht Fertigung von Solarzellen

Die Solarbranche boomt und die Photovoltaik-Unternehmen erreichen j√§hrliche Wachstumsraten von 30 Prozent. Um weiter international wettbewerbsf√§hig zu bleiben, sind kosteng√ľnstige und effektive Fertigungsanlagen f√ľr die Solarmodule erforderlich. Fraunhofer-Wissenschaftler setzen hier auf die Nanotechnologie.
Solarzellen sind mittlerweile √ľberall zu finden, auf Dachfl√§chen, Schallschutzmauern oder Parkscheinautomaten fangen sie das Sonnenlicht ein und wandeln es in elektrische Energie um. Die klassische Solarzelle wird aus Silizium und mit vielen einzelnen Produktionsschritten gefertigt. Dies wollen die Fraunhofer-Forscher jetzt vereinfachen und kosteng√ľnstiger machen. "Mit der Plasmatechnologie k√∂nnen wir mehrere Prozessschritte kombinieren und den Herstellungsprozess effizienter gestalten", erkl√§rt Professor Eckhard Beyer, Leiter des Fraunhofer-Instituts f√ľr Werkstoff- und Strahltechnik IWS in Dresden.

Die Forscher am IWS entwickeln Plasmaquellen, die bei Atmosphärendruck arbeiten und sich damit besonders zur Fertigung von Solarzellen eignen. Herkömmliche Beschichtungsquellen werden im Vakuum eingesetzt, was eine vergleichsweise teure Anlagentechnik erfordert.
Unter dem Dach des Innovationsclusters "nano for production", erarbeiten die Forscher gemeinsam mit Unternehmern Konzepte f√ľr Ressourcen sparende Produktionsanlagen zur Herstellung von Hochleistungs-Solarzellen. "Mittelfristiges Ziel ist es, mit Hilfe der Nanotechnologie materialsparende d√ľnnere und gr√∂√üere Solarwafer herzustellen, die schnell in gro√üen St√ľckzahlen gefertigt werden k√∂nnen. In einer Anlage k√∂nnen wir mehrere plasmachemische √Ątzschritte in Kombination mit Beschichtungsschritten durchf√ľhren¬ę, beschreibt Beyer die Vorteile des Herstellungsverfahrens. ¬ĽDiese neuen Fertigungsschritte lassen sich auch in bestehende Produktionslinien nachtr√§glich integrieren."
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2019.01.17 14:20 V11.11.0-1