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© daniel schweinert dreamstime.com Elektronikproduktion | 30 November 2012

Elektrische Automation spürt Eurokrise

Nach einem noch weitgehend guten ersten Halbjahr 2012 spüren die deutschen Unternehmen der elektrischen Automatisierungstechnik ein Sommerloch.
Der von Januar bis September kumulierte Umsatz ist um gut ein Prozent auf 35,7 Milliarden Euro Umsatz gewachsen, der Auftragseingang ist um 2,8 Prozent zurückgegangen. „Die Automation kann sich der allgemeinen Konjunkturabkühlung infolge der Eurokrise nicht völlig entziehen.

Für 2012 gehen wir jedoch insgesamt von einer stabilen Seitwärtsbewegung aus“, kommentierte Roland Bent, Vorstandsmitglied im ZVEI-Fachverband Automation auf der Messe ‚SPS IPC Drives‘ in Nürnberg die Entwicklung. Gemessen am starken Umsatzwachstum im Jahr 2011 sei dies keine Katastrophe. Bent: „Unter der Voraussetzung, dass sich die Euro-Krise nicht weiter verschärft, erwarten wir für 2013 wieder leichtes Wachstum.“

Das Exportvolumen von 22,2 Milliarden Euro für den Zeitraum Januar bis August 2012 entspricht einem Anstieg um gut fünf Prozent. Besonders stark gewachsen sind Exporte in die USA mit plus 17,3 Prozent und nach Südostasien mit plus zehn Prozent. Die Exportquote der deutschen Automationsindustrie hat im 1. Halbjahr 2012 ein Rekordniveau von 86,5 Prozent erreicht. Die Importe sind in den ersten acht Monaten um gut sieben Prozent auf elf Milliarden Euro gewachsen.

Bent betonte, dass trotz Verlangsamung des Wachstums die Jobmaschine Automation weiterlaufe. Bis Ende September ist die Zahl der Beschäftigten um 2,1 Prozent auf über eine Viertelmillion gewachsen.

Günter Baumüller, im Vorstand des Fachverbands für Antriebe zuständig, berichtete von knapp acht Milliarden Euro Umsatz in seinem Bereich in den ersten neun Monaten (+ 1,5 Prozent). Er rechnet mit elf Milliarden Euro bis Jahresende. Trotz derzeit zurückgegangenem Auftragseingang geht er auf Sicht von sechs Monaten von einem „Geradeauslaufen“ aus.

Baumüller wies besonders auf die wachsenden Energieeffizienz-Anforderungen hin. Die EU-Motorenverordnung schreibt bereits bis 2017 schrittweise höhere Energieeffizienzklassen für Antriebe vor. Derzeit untersucht die Europäische Kommission in vier Studien noch weitere Einsparpotenziale bei Motoren, Pumpen und Kompressoren. „Zukünftige Verordnungen werden in das gesamte System eingreifen“, erläuterte Baumüller. Mit der bisherigen Planungs- und Entscheidungsfreiheit sei es dann vorbei. Diese neuen Ideen würden die Antriebs- und Maschinenwelt gravierend umkrempeln. „Unseren Entwicklungsabteilungen wird jedenfalls die Arbeit nicht ausgehen.“
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2018.11.14 11:24 V11.8.1-2