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© jakub krechowicz dreamstime.com Elektronikproduktion | 29 November 2012

Europäische EMS-Industrie wird weiter geschwächt

Mit einem ungewissen Ausblick für die europäische und globale Wirtschaft, wird sich das Wachstum in der europäischen EMS-Industrie in der 2. Hälfte des Jahres 2012 weiter abschwächen. Experten gehen nun von einem Rückgang von rund 2% in 2012 - auf EUR 26 Milliarden - aus.
Die aktuelle Wirtschaftskrise und das geringe Wachstum werden sich auch in 2013 fortsetzen und - obwohl signifikante Risiken für einen Rückgang bleiben - deuten die jüngsten Indikatoren auf eine leichte Erholung zum Ende des Jahres 2013 hin. Diese sollte dann 2014 an Fahrt gewinnen.

Im Einklang mit der allgemeinen Erholung in Europa, wird auch für den EMS- Umsatz - nach stagnierenden Umsätzen in 2012 und 2013 - ein moderates Wachstum in 2014 erwartet; gefolgt von niedrigem, einstelligen Wachstum im Zeitraum bis 2016. Wachstum in CEE und Nordafrika wird das von Westeuropa überholen.

Obwohl das 3C-Segment - Computing, Communication und Consumer Electronic - auch weiterhin dominant sein wird, wird die Region zunehmend von einer Verschiebung im Bereich Automotive, Medical, Control & Instrumentation, Industrial und Telekommunikation (AMCIT) profitieren.

Die Analysten erwarten, dass - bis 2016 - das Low Volume / High-Mix Segment im Bereich AMCIT in Westeuropa zwischen 2,6 und 3,5% wachsen wird. Wettbewerb in diesen Segmenten wird erbittert sein; insbesondere zwischen den führenden europäischen EMS-Anbieter, aber auch zwischen Global Tier1 Unternehmen, die versuchen werden bestehende Produktions-und Design-Fähigkeiten in Europa zu nutzen.

Tier1 EMS-Unternehmen, in der Regel mit globalen Geschäftsaktivitäten und einem Umsatz in Milliarden Euro, haben die Produktionsverschiebung vim 3C-Bereich in Niedriglohnländer weiter vorangetrieben. Zudem hat sich die Zahl der Unternehmen in den Bereichen Tier2 und Tier3 erhöht, heisst es in dem Bericht weiter. Alle drei Gruppen haben eine gewisse Produktionskapazität und den größeren Teil der Bereiche Design, Entwicklung und Sales in Westeuropa erhalten; dies um Kundenbeziehungen mit OEM-Unternehmen in der Region zu erhalten.

Electronics.ca Publikationen schätzt, dass es mehr als 950 EMS-Unternehmen (aus allen Tier-Gruppen) in Europa gibt. Die Mehrheit dieser Unternehmen ist in Tier4 zu finden, per Definition kleine, privatgeführte Unternehmen, die national agieren und/oder Nische bedienen. Man erwartet weitere Konsolidierungen in der Zahl der EMS-Unternehmen in Europa - alle Tier-Gruppen - für den Zeitraum bis 2016.

Trotz der wachsenden Bedeutung der Emerging Markets, hält Europa immer noch eine wichtige Rolle in der globalen Elektronikindustrie. Im Jahr 2011 entfielen auf Europa 15,1% der globalen Elektronikproduktion. Und obwohl sich dies allmählich weiter reduzieren wird, bietet die Region weiterhin große Chancen: insbesondere Westeuropa für Low-Volume und komplexe Produkte in Märkten wie Automobil, Luftfahrt, Verteidigung, Medizin, Industrie und High-End-Kommunikation.

Im Gegensatz dazu hat Zentral- und Osteuropa deutlich bei der Großserienfertigung angezogen und erweitert zunehmend Fertigungskapazität für die Low-Volume Bereiche der Branche.

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2018.06.15 00:12 V9.6.1-1