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© olgalis dreamstime.com Elektronikproduktion | 24 Oktober 2012

Elektroindustrie-Exporte steuern neues Rekordjahr an

Die deutsche Elektroindustrie bleibt beim Außenhandel auf Kurs. Trotz des ProduktionsrĂŒckgangs sind die Ausfuhren der deutschen Elektroindustrie im August dieses Jahres um sechs Prozent gegenĂŒber Vorjahr auf 12,9 Mrd. Euro gestiegen.
Von Januar bis August 2012 haben sie ihr Vorjahresniveau um viereinhalb Prozent ĂŒbertroffen und ein Volumen von 105,2 Mrd. Euro erzielt. „Damit erweisen sich die Branchenausfuhren trotz Eurokrise und weltwirtschaftlicher KonjunkturabkĂŒhlung nicht nur als widerstandsfĂ€hig, sondern bleiben auch auf Rekordkurs“, sagte ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Andreas Gontermann. „Auch die Exporterwartungen der Elektrofirmen sind per Saldo immer noch positiv.“ Mehr als drei Viertel der Unternehmen gehen von steigenden oder stabilen AusfuhrgeschĂ€ften in den kommenden drei Monaten aus. Die deutschen Importe elektrotechnischer und elektronischer Erzeugnisse haben sich im August 2012 um zwei Prozent auf 10,6 Mrd. Euro und zwischen Januar und August um drei Prozent auf 88,2 Mrd. Euro erhöht. Die Elektroexporte in die Eurozone sind in den ersten acht Monaten dieses Jahres um zweieinhalb Prozent gegenĂŒber Vorjahr auf 33,0 Mrd. Euro gesunken. Die Ausfuhren nach Italien gingen um zwölf Prozent und die nach Spanien um neun Prozent zurĂŒck. „Nicht zuletzt dank krĂ€ftiger ZuwĂ€chse der Ausfuhren nach Osteuropa um sieben Prozent lagen die Branchenexporte nach Europa insgesamt zwischen Januar und August 2012 mit 65,1 Mrd. Euro aber noch knapp zwei Prozent im Plus“, so Dr. Gontermann. Die Elektroausfuhren in die IndustrielĂ€nder USA und Japan sind zwischen Januar und August weiter zweistellig um elf Prozent auf 8,8 Mrd. Euro bzw. 24 Prozent auf 1,9 Mrd. Euro gestiegen. Das GeschĂ€ft mit den SchwellenlĂ€ndern entwickelt sich derzeit uneinheitlich. WĂ€hrend die Exporte nach Russland ihren Vorjahresstand in den ersten acht Monaten mit 3,5 Mrd. Euro um 18 Prozent ĂŒbertroffen haben, gingen die Branchenausfuhren nach China leicht um ein Prozent auf 7,9 Mrd. Euro zurĂŒck. „Allerdings dĂŒrfte die Wachstumsdelle im ExportgeschĂ€ft mit China ihren Tiefpunkt inzwischen durchschritten haben“, sagte Dr. Gontermann. Trotz der dynamischeren Entwicklung der Branchenausfuhren außerhalb Europas wird der Außenhandel der deutschen Elektroindustrie weiter maßgeblich von den GeschĂ€ften auf dem eigenen Kontinent bestimmt. Zwei Drittel ihrer Exporte hat die Branche 2011 in Europa abgesetzt, etwas mehr als die HĂ€lfte davon – bzw. ein Drittel insgesamt – in der Eurozone. Unter den Top-10-Abnehmern weltweit befinden sich mit Frankreich, Italien, Großbritannien, den Niederlanden, Österreich, der Schweiz, Polen und Tschechien acht europĂ€ische LĂ€nder bzw. sieben aus der EuropĂ€ischen Union (EU) und vier aus dem Euroraum. Von den deutschen Elektroimporten stammten im vergangenen Jahr 46 Prozent aus Europa bzw. 22 Prozent aus der Eurozone. Sieben der globalen Top-10-LieferantenlĂ€nder liegen in Europa (Tschechien, die Niederlande, Ungarn, Frankreich, die Schweiz, Polen und Italien), sechs in der EU und drei in der Eurozone. 2011 hat die deutsche Elektroindustrie in Europa ExportĂŒberschĂŒsse von 39,8 Mrd. Euro erzielt. Dem stand ein Defizit von 18,9 Mrd. Euro mit dem Rest der Welt gegenĂŒber. Auch bei den Direktinvestitionen liegt Europa vorne. Vom insgesamt 43,4 Mrd. Euro hohen Bestand der Direktinvestitionen der deutschen Elektrobranche im Ausland ist mit 18,1 Mrd. Euro der grĂ¶ĂŸte Teil in Europa angesiedelt, gefolgt von Amerika mit 12,5 Mrd. Euro und Asien mit 9,5 Mrd. Euro.
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