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© alterfalter dreamstime.com Elektronikproduktion | 24 Oktober 2012

Strategische Forschungskooperation bei SEW-Eurodrive

SEW-Eurodrive und die Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft gründen einen gemeinsamen Forschungs- und Arbeitscampus auf dem Gelände der ehemaligen International University in Bruchsal.

Vor dem Hintergrund der gegenwärtigen Herausforderungen im globalen Wettbewerb, des rasanten technologischen Fortschritts sowie kürzeren Produktlebenszyklen haben die Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft, eine der forschungsstärksten Hochschulen für Angewandte Wissenschaften Baden-Württembergs und SEW-Eurodrive eine gemeinsame Forschungskooperation zur energieeffizienten Mobilität gegründet. Ziel ist es, Forschung und Anwendung auf dem Campus der ehemaligen International University in Bruchsal eng miteinander zu verknüpfen und die vorhandenen Kompetenzen beider Partner zu bündeln, um in einer sich schnell entwickelnden Zukunftsbranche den Innovationsvorsprung auszubauen. Beide Parteien sind überzeugt, dass durch die Gründung eines gemeinsamen Forschungscampus für energieeffiziente Mobilität und dem damit verbundenen intensiven Know-how-Austausch, der Ausbau der zukunftsweisenden Forschungsgebiete "Elektromobilität", "Mobile Intralogistiksysteme", "Energieeffizienz und Infrastruktur" schnell und effizient vorangetrieben werden kann. SEW-Eurodrive siedelte dafür bereits einen Teil der Entwicklungs-abteilung und einige Labore in den Konversionsgebäuden der ehemaligen Dragonerkaserne an. Zudem hat das von den Firmen SEW-Eurodrive und Brose ins Leben gerufene Joint-Venture-Unternehmen für Elektromobilität ebenfalls eine Heimat auf dem Campus gefunden. Die Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirt-schaft wird auf dem Gelände ein "Institut für Energieeffiziente Mobilität" gründen. Neben den an den Forschungsprojekten beteiligten Professoren und Studierenden der Hochschule wird diese aus eigenen Mitteln zwei Mitarbeiter einstellen. SEW-Eurodrive fördert die Kooperation auch durch eigene Personalmittel: Für fünf Jahre wird das Unternehmen zwei Akademische Mitarbeiterstellen für den gemeinsamen Forschungscampus finanzieren. Die Zusammenarbeit auf dem Campusgelände bietet beiden Partnern die räumlichen Voraussetzungen, die für eine enge inhaltliche Kooperation notwendig sind und die sich auch in einer gemeinsamen Nutzung von Laboren und Werkstätten widerspiegeln wird. "Vor dem Hintergrund des globalen Wettbewerbs, den damit einhergehenden Herausforderungen durch den rasanten technologischen Fortschritt, immer kürzeren Produktlebenszyklen und des demografischen Wandels," betont Johann Soder bei der Vertragsunterzeichnung, "dient die hier getroffene Vereinbarung zur Erschließung neuer Technologiefelder durch gezielte Forschung und zur Realisierung entsprechend kurzer Entwicklungszeiten." Und Rektor Prof. Dr. Karl-Heinz Meisel ergänzt: "Unserer Hochschule bietet sich damit nicht nur die Möglichkeit, sich als Forschungs- und Technologietransferdienstleister weiter zu etablieren, sondern wir erhalten über die Kooperation auch eine wesentliche Unterstützung durch Finanzierung und Ressourcenausstattung in Forschung und Lehre. Die Hochschule und ihre Studierenden werden selbst durch die enge Anbindung an aktuelle Forschungsthemen profitieren und wir werden aus diesen gemeinsamen Forschungsprojekten viele Themen für Studien- und Abschlussarbeiten generieren können." Unter Beachtung der akademischen Freiheit wird zur Koordination strategischer Fragen für den gemeinsamen Forschungscampus ein paritätisch besetzter Beirat gegründet. Neben diesem wird ein gemeinsamer Steuerkreis eingerichtet. Seine Aufgabe besteht darin, dem Beirat gemeinsame Forschungs- und Entwicklungsvorhaben vorzuschlagen, beschlossene Vorhaben zu koordinieren und zu planen und in den jeweiligen Schwerpunkten voranzutreiben. Der Steuerkreis kann bei Bedarf auch erweitert werden; dies kann insbesondere bei der Beteiligung weiterer Unternehmen oder Forschungseinrichtungen an gemeinsamen Projekten geschehen.
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2019.06.17 21:26 V13.3.21-2