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© corepics vof dreamstime.com Elektronikproduktion | 16 Oktober 2012

Nach Arbeitsunfall: Foxconn unsozial?

EMS-Riese Foxconn soll massiven Druck auf einen Mitarbeiter ausĂŒben. Dieser liegt - seit einem Arbeitsunfall - im Krankenhaus, das er nun verlassen soll
Wie Reuters berichtet, wird Zhang Tingzhen, ein 26 Jahre alter Mitarbeiter von Foxconn, derzeit im Krankenhaus behandelt. Er hatte bei Arbeiten einen Stromschlag erhalten. In einer Operation wurde dem man fas die HĂ€lfte seines Gehirns entfernt. Berichten zufolge hat Foxconn - das Unternehmen unterstĂŒtzt die Betreuung finanziell - mehrere SMS-Nachrichten an die Familie geschickt. Die Familie soll so ermutigt werden, Zhang aus dem Krankenhaus zu nehmen. Man droht damit, die Zahlungen fĂŒr eine Weiterbehandlung einzustellen. Zhangs Vater sagte, er erhalte fast tĂ€glich solche SMS-Nachrichten. Foxconn bestĂ€tigte, dass man solche Nachrichten an die Familie geschickt habe. Man erklĂ€rte jedoch auch, dass man dadurch versuche, eine Feststellung einer Behinderung zu bekommen. Dies könne jedoch nur in einem anderen Krankenhaus - 70km entfernt - durchgefĂŒhrt werden. Das Unternehmen erklĂ€rte, dass Zhang wieder ins Krankenhaus zurĂŒckkehren könne, nachdem relevante Tests durchgefĂŒhrt wurde seien. Zhangs Vater meint, dass die Reise jedoch das Risiko fĂŒr Hirnblutungen erhöhe und eine solche Reise daher ausgeschlossen sei. Foxconn wiederum sieht die Reise als notwendig an, da gesetzlich vorgeschrieben sei, dass diese Beurteilung an dem Ort der Anstellung durchgefĂŒhrt werden mĂŒsste.
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2019.02.15 09:57 V12.1.1-2