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Elektronikproduktion | 20 September 2012

Japanische Unternehmen laufen auf glühenden Kohlen

Wenn es in der Außenpolitik Probleme gibt, dann können Fabriken schon mal schließen.

Wenn es in den diplomatischen Beziehungen zwischen Japan und China rumpelt, dann können Unternehmen schon mal gezwungen werden Fabriken zu schließen. So geschehen bei Canon und Panasonic. Die Sicherheit sei nicht mhr zu gewährleisten heisst es. Der Grund des Konflikts ist ein Archipel und alle Anrainerstaaten beanspruchen die Inseln - unter denen man große Gasvorkommen vermutet - für sich. Letzte Woche kaufte die japanische Regierung diesen Bereich nun von privaten Eigentümer, was wiederum von China nicht genehmigt worden war. Daraufhin wurden Seestreitkräfte entsandt. In China sind die Wunden des Zweiten Weltkrieges noch frisch und die Angst vor 'japanischen Imperialismus' ist groß. Letztes Wochenende wurden die Fabriken japanischer Unternehmen in China von Demonstranten belagert und teilweise auch verwüstet. Mehrere Anlagen wurden daraufhin vorübergehend geschlossen. So hat z.B. Canon 3 seiner 4 chinesischen Fabriken geschlossen. Auch Panasonic soll mit Sabotage-Aktionen chinesischer Arbeiter zu kämpfen haben, schreibt Reuters in einem Bericht. Der österreichische Leiterplatten-Hersteller AT&S wiederum teilte in einer Kurzmeldung mit, dass man keine Probleme habe: "Derzeit ist die Produktion in Shanghai von den Protesten im Rahmen des aktuellen Konflikts zwischen Japan und China nicht beeinflusst."
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