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Elektronikproduktion | 17 August 2012

COSIMA-Wettbewerb: Keine Angst vor Unterkühlung

Vor allem für ältere Menschen haben die drei Studenten Christian Gille, Benedikt Janssen und Jan Paul Kempken eine Outdoorweste mit Rettungsfunktion entwickelt. Beim Wettbewerb COSIMA 2011, der vom Verband der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik (VDE) ausgelobt wird, haben die Studenten der Fachhochschule Aachen mit ihrer Idee den ersten Platz belegt.

Ein tragischer Unglücksfall gab die Initialzündung zur Idee, ein beheizbares Kleidungsstück zu entwickeln, das bei einem Notfall selbständig einen Notruf absetzt. Entstanden ist die „VCEC Waistcoat“ – eine Weste, die kontinuierlich die Vitalfunktionen des Trägers kontrolliert und per GPS den Standort bestimmt. Sinken Atemfrequenz und/ oder Puls für einen bestimmten Zeitraum unter einen eingestellten Wert, setzen diese gar ganz aus, oder wird ein Taster für mindestens fünf Sekunden betätigt, setzt die Notfallkette ein. Das bedeutet: Unterbricht der Träger einen Voralarm nicht innerhalb von 30 Sekunden, wird per Funk und GPS ein Notruf abgesetzt. Parallel dazu kontrolliert die Weste permanent die Außentemperatur und heizt sich auf 30 Grad auf, sobald die Außentemperatur auf 15 Grad Celsius fällt. So beugt die Weste bei einem Notfall einer Unterkühlung vor. Mit dieser „VCEC Waistcoat“ räumten die drei Studenten Christian Gille, Benedikt Janssen und Jan Paul Kempken beim Wettbewerb COSIMA 2011 den ersten Platz ab. COSIMA ist ein Wettbewerb des VDE, der mit Unterstützung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung veranstaltet wird. Auch Würth Elektronik engagiert sich beim VDE und hat sich entschieden, die drei Preisträger mit einem hauseigenen Würth Elektronik-Innovationsstipendium bei der Weiterentwicklung ihrer Rettungsweste zu unterstützen. Dieses Stipendium ermöglichte es den Studenten, sich mit ihrer Weste nun auch weltweit einem Ideenwettbewerb zu stellen. Im Juli 2012 reisten die drei Aachener Erfinder zum internationalen Wettbewerb iCAN‘12 (International Contest of Applications in Nano/Micro Technology) nach Peking (China). Im Wettstreit mit 20 Teams aus neun Ländern haben die drei Deutschen einen beachtlichen dritten Platz belegt und mit ihrer Idee das Interesse von Wirtschaft und Industrie geweckt. „Mit dieser Rettungsweste haben die drei jungen Erfinder tatsächlich eine echte Innovation entwickelt und gleichzeitig eine Lücke im Outdoorbereich gefunden, die es zu schließen gilt. Besonders beeindruckt hat uns die Komplexität der technischen Funktionen, die in der VCEC Waistcoat eingearbeitet wurden und dass die Bedienung trotzdem sprichwörtlich „kinderleicht“ geblieben ist. Wir sind davon überzeugt, dass in dieser Idee viel Potenzial steckt – und zwar nicht nur für Senioren, sondern auch für Aktivsportler, die gerne abseits der großen Wege unterwegs sind“, betont F+E Leiter Dr. Jan Kostelnik das Engagement von Würth Elektronik. „Wir freuen uns, wenn unser Innovationsstipendium dazu beiträgt, dass Christian Gille, Benedikt Janssen und Jan Paul Kempken ihrer Kreativität und ihrem Erfindergeist weiterhin freien Lauf lassen können und sind gespannt, wie sich das Projekt entwickelt.“
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2019.12.03 22:29 V14.8.2-1