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Allgemein | 17 November 2006

Großrazzia und Haftbefehle bei Siemens

Nach einer Großrazzia bei Siemens hat die Staatsanwaltschaft einen frĂŒheren Siemens-Bereichsvorstand und vier weitere VerdĂ€chtige verhaftet. Es bestehe der Verdacht, dass Gelder in Höhe von rund 20 Mio. € veruntreut worden seien, teilte der Leitende Staatsanwalt Christian Schmidt-Sommerfeld am Donnerstag in MĂŒnchen mit.
Bereits am Mittwoch hatten mehr als 270 Polizeibeamte, StaatsanwĂ€lte und Steuerfahnder in einer groß angelegten Razzia die Konzernzentrale in MĂŒnchen und insgesamt rund 30 weitere Siemens-Standorte in Deutschland und Österreich durchsucht. Die Ermittlungen richteten sich gegen zehn teils aktive, teils ehemalige Siemens-Mitarbeiter sowie zwei weitere Personen aus deren Umfeld. Drei der Beschuldigten haben laut Staatsanwaltschaft bereits umfassende Angaben gemacht.
Siemens wollte die neue Entwicklung unter Hinweis auf die laufenden Ermittlungen nicht nĂ€her kommentieren. Der Konzern hat bereits angekĂŒndigt, die Staatsanwaltschaft bei ihren Ermittlungen mit allem Nachdruck unterstĂŒtzen zu wollen. Bei den Ermittlungen geht es um UnregelmĂ€ĂŸigkeiten in der Festnetzsparte Com von Siemens, die derzeit mit dem gleichen Bereich von Nokia zusammengelegt wird.
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