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Elektronikproduktion | 10 Juli 2012

Elektroindustrie weiter unter Einfluss der Schuldenkrise

Nachdem die Auftragseing√§nge der deutschen Elektroindustrie im Mai 2011 be¬≠dingt durch au√üerordentlich hohe inl√§ndische Gro√üauftr√§ge um fast 60% gestiegen wa¬≠ren, sind sie im Mai 2012 zwar erwartungsgem√§√ü deutlich (34%) hinter ihrem Vorjahresstand zur√ľck geblieben, liegen aber weiter √ľber dem Niveau von Mai 2010.
"Das Be¬≠stellumfeld bleibt aber insbesondere aufgrund der europ√§ischen Schuldenkrise von wachsenden Unsicher¬≠hei¬≠ten ge¬≠pr√§gt.‚Äú sagte ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Andreas Gontermann. Inlands- und Auslandsauftr√§ge verfehlten ih¬≠r 2011er-Niveau im Mai dieses Jahres um 50 bzw. f√ľnf Prozent. Im gesamten Zeitraum von Ja¬≠nu¬≠ar bis Mai 2012 gingen die Bestellungen um zw√∂lf Prozent gegen√ľber Vorjahr zur√ľck. In¬≠landskunden orderten hier 19 und Auslandskunden f√ľnf Prozent weniger. Der Umsatz mit elektrotechnischen und elek¬≠tro¬≠nischen Produkten und Systemen lag im Mai dieses Jahres bei 14,2 Mrd. Euro und damit acht Prozent nie¬≠driger als vor einem Jahr. ‚ÄěEs war der dritte r√ľck¬≠l√§ufige Monat in Fol¬≠ge‚Äú, so Dr. Gontermann. Die Erl√∂se mit in¬≠l√§ndi¬≠schen Kunden nahmen im Mai um zehn Pro¬≠zent auf 7,4 Mrd. Euro ab, die mit ausl√§n¬≠di¬≠schen Kunden um sieben Pro¬≠zent auf 6,8 Mrd. Euro. Von Januar bis Mai 2012 summierte sich der Branchenumsatz auf 70,2 Mrd. Euro ‚Äď ein Minus von rund eineinhalb Pro¬≠zent ge¬≠gen√ľber Vor¬≠jahr. Die preisbereinigte Pro¬≠duk¬≠tion der Elek¬≠¬≠¬≠tro¬≠industrie lag im Mai 2012 sieben Pro¬≠zent niedriger als vor einem Jahr. Im Zeitraum von Januar bis Mai dieses Jahres ist sie noch um knapp ein Prozent gegen√ľber Vorjahr gewachsen. Ihre Produktionspl√§ne haben die Elektrofirmen im Juni dieses Jahres ‚Äď wie schon im Mai ‚Äď leicht herabgesetzt. ‚ÄěPer Saldo bleiben diese aber positiv: 16 Prozent der Branchenunternehmen wol¬≠len in den n√§chs¬≠ten drei Mo¬≠na¬≠ten mehr produzieren‚Äú, sagte Dr. Gontermann. 73 Prozent der Firmen pla¬≠nen, ihr ge¬≠gen¬≠w√§r¬≠¬≠ti¬≠ges Output-Niveau beizubehalten. Wie schon im Mai haben die Unter¬≠neh¬≠men der deut¬≠schen Elektroindustrie auch im Juni ihre ak¬≠tu¬≠elle Lage ung√ľnstiger be¬≠urteilt als im Vormonat und die Er¬≠wartungen f√ľr die n√§chsten sechs Mo¬≠na¬≠te gesenkt. Bei der Lagebeurteilung hat sich der Sal¬≠do aus positiven und negativen Ant¬≠wor¬≠ten im Juni auf 19 Prozent verringert ‚Äď nach 24 Prozent im Mai. Bei den Ge¬≠sch√§ftsaussichten f√ľr die kommenden sechs Monate halten sich die Erwartungen (weiter) steigender und r√ľckl√§ufiger Gesch√§fte jetzt die Waage. Das Gesch√§ftsklima ins¬≠ge¬≠samt, als Mittel aus Lagebewertung und Erwartungen, ist im Juni entspre¬≠chend gesunken.
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