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Elektronikproduktion | 04 Juni 2012

Seidel reduziert CO2-Ausstoss um 60%

Der österreichische EMS-Dienstleister Seidel Elektronik setzt auf Nachhaltigkeit in der Produktion.

"Wir wollen als Unternehmen nachhaltig arbeiten. Dies gilt sowohl für den Markt als auch für unsere Produktion. Daher erstellen wir seit zwei Jahren eine eigene CO2-Bilanz und setzen auf alternative Energien für den Betrieb der Produktion. Auch unsere Kompetenz als Elektronikdienstleister erweitern wir im Sinne der Green Vision, um immer mehr Kunden zu gewinnen, die in den Zukunftsmärkten agieren“, so DI Andreas Brenner, Geschäftsführer der Seidel Elektronik GmbH. Im abgelaufenen Geschäftsjahr sparte Seidel 500 der rund 850 produzierten Tonnen CO2 ein. Das entspricht einer Einsparung von rund 60% des Ausstoßes, heisst es in einer Pressemitteilung. Seit September 2011 bezieht Seidel Elektronik Energie aus dem Wasserkraftwerk in Trahütten. Gemeinsam mit der Stadtgemeinde konnte dieses energieeffiziente Projekt umgesetzt werden. Die daraus gewonnene Energie deckt 50% des gesamten Strombedarfs am Standort Deutschlandsberg. Eine Innovation, die wesentlich zur Reduktion des Energieaufkommens beigetragen hat, entstammt aus dem eigenen Unternehmen. So wurde eigens eine Wärme-Kälte-Koppelungsanlage entwickelt, die im vergangenen Herbst in Betrieb genommen wurde. Die Innovation spart im Sommer wie im Winter Energie. Die Anlage bereitet einerseits Wasser für die Kühlsysteme in der Produktion über ein zentrales Kaltwassersystem und andererseits über eine Wärmepumpe für die Heizung auf. Überschüssige Energie wird dabei nicht mehr ins Freie abgeleitet, sondern weiterverwendet. Das spart CO2 und durch die Versorgung der Heizung mit Warmwasser auch Gas. Die Anlage wurde mit dem klima:aktiv Staatspreis 2011 ausgezeichnet. "Allein seit der Inbetriebnahme der Anlage konnten wir den Gasverbrauch um rund 40 % reduzieren. Zusätzlich mit der Energie aus dem Wasserkraftwerk in Trahütten ergibt das eine Einsparung von 500 Tonnen CO2, die ansonsten die Atmosphäre belastet hätten“, so Brenner. Bis 2014 wird in Deutschlandsberg CO2-neutral produziert, das ist das erklärte Ziel der Verantwortlichen. Weitere Einsparungen bringen zum Beispiel der Umstieg der Heizsysteme auf Biomasse und der Austausch alter Anlagen, wodurch wiederum bis zu 40 % Energieverbrauch eingespart und der CO2-Ausstoß weiter verringert wird. Um den 300 Mitarbeitern von Seidel Elektronik in Deutschlandsberg einen Anreiz zu geben, ihren durch das Auto verursachten CO2-Ausstoß zu überdenken, unterstützt das Unternehmen alternative Methoden. Jeder Arbeiter, der sich entschließt, auf den PKW für sich alleine zu verzichten und stattdessen mit einer Fahrgemeinschaft, öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Fahrrad kommt, erhält 1,50 Euro ausbezahlt.
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