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Elektronikproduktion | 07 März 2012

Jabils Scott Gebicke fachsimpelt

Evertiq sprach mit Scott Gebicke, Präsident von Jabil Defense und Aerospace Services, über die Pläne des Unternehmens seine Präsenz zu erweitern und warum das reduzierten Budget des Pentagon ein zweischneidiges Schwert ist.

Zu Beginn dieses Jahres wurde Scott Gebicke zum Vice President Global Business Units / President Jabil Defense und Aerospace Services ernannt. Zuvor arbeitete der bei McKinsey & Company und diente 7 Jahre in der US Navy. In einen Telefongespräch sprachen wir über Trends in der Branche und Jabils Pläne für den Bereich Defense und Aerospace. Wo liegen die Prioritäten und welche Ziele sollen erreicht werden? Es ist offensichtlich: wir wollen den Geschäftsbereich weiter ausbauen und deutlich wachsen. Ich möchte die Größe unseres Geschäftsbereichs in den nächsten Jahren verdreifachen. Um das zu erreichen, müssen wir ins am Markt präsentieren und unser Konzept der Erschwinglichkeit unterstreichen. Wir müssen helfen, dass die Verteidigungs- und Luftfahrtindustrie sich verändert: von einer reinen vertikalen Integration hin zu der Erkenntnis, dass Hersteller – wie wir selbst einer sind – ein strategischer Verbündeter sein kann. Wie groß ist der Geschäftsbereich? Im Moment sind wir rund USD 300 Millionen stark. Wo machen Sie derzeit den Großteil Ihrer Geschäfte? Im Moment kommt der Großteil unseres Geschäfts von westlichen OEMs, also aus den USA und Europa. Wir bieten eine Kombination aus Avionik für die kommerzielle Luft- und Raumfahrt und dem gesamten Spektrum an Verteidigungselektronik. Der Verteidigungshaushalt in der westlichen Hemisphäre ist derzeit stark unter Druck. Wir kaufen elektronische Komponenten für zig Milliarden US Dollar. Hinzu kommt, dass wir 60 Standorte in 24 Ländern unterhalten; 105'000 Mitarbeiter weltweit ermöglichen uns eine Produktivität, mit der wir Kosten reduzieren können. Wir könnten unseren Kunden eine 10-20%ige Kosteneinsparung bieten. Sehen sich die OEMs einer niedrigen Auslastung gegenüber, könnte diese Zahl sogar bei 30-35% liegen. Das Pentagon hat sein Budget deutlich verringert. Ist das eine Herausforderung für Jabil? Das ist ein zweischneidiges Schwert. Wenn man Teil eines grösseren Projektes ist, welches eingestellt wird, dass ist man in Schwierigkeiten. Deshalb müssen wir unser Portfolio ständig kontrollieren; die Projekte für die wir produzieren im Auge behalten und die Risiken evaluieren die entstehen, wenn Projekte von der Regierung gestrichen oder verkleinert werden. Auf der anderen Seite bedeutet ein kleineres Budget auch mehr Druck für die OEMs. Man muss Geld sparen und hier können wir helfen. Im Allgemeinen sehen wir die Entwicklung als etwas positives. Es braucht nur etwas Zeit.
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