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Elektronikproduktion | 29 Februar 2012

United EMS setzt auf Juki Maschinen

UK EMS Unternehmen ĂĽbertrifft mit Hilfe von JUKI Produktionsanlagen chinesischen Konkurrenten.
Ein Umdenken bei den Zulieferungsabläufen macht England konkurrenzfähiger. United EMS gewann einen drei Millionen Pfund Kontrakt gegen einen chinesischen Konkurrenten, was, so glaubt das in Grossbritannien ansässige Unternehmen, ein Coming Back des High-Volume-Geschäfts ins Vereinigte Königreich bedeuten könnte. Vom ersten Tag an wurde mit einem tieferen Grundkostenmodell gerechnet. Damit war vor allem die Investition in eine neue Produktionseinrichtung von JUKI gemeint. Falls sich der Trend bestätigt, würde dies Auswirkungen auf die elektronische Zulieferung im ganzen Land haben. „Lange bestand der Glaube, dass man nur in anderen Teilen der Welt in grossem Umfang produzieren könne“, sagte Tony McFadden, Direktor und Mitinhaber der United EMS. „In den letzten zwei Jahren begann sich dies zu ändern“, so McFadden. „Ich glaube, da ergibt sich eine Gelegenheit – eine Marktnische, mit Leuten zusammen zu arbeiten, welchen das Produzieren im Fernen Osten Kopfzerbrechen bereitet“. Nicht die Qualität ist das Problem, wenn man sein Produkt auf der anderen Seite der Welt herstellen lässt, sondern die Logistik und die Kommunikation. „Es ist nicht die Qualität. Qualität ist heutzutage selbstverständlich. Es sind die Logistik und die Kommunikation“, sagte McFadden. „Ein wichtiger Punkt ist nicht nur die Produktionsoperationen mit der richtigen Technologie und Effizienz zu kreieren, sondern auch die ganze Zulieferung effizient genug zu gestalten, um mit China konkurrieren zu können“, meinte er weiter. „Wir sind alle Mitspieler in der Zulieferungskette“, sagte McFadden. „Komponenten sind zum Beispiel billiger im Fernen Osten. So müssen wir mit den dortigen Zulieferern arbeiten, um sicher zu gehen, dass dieselben Kostenmodelle verwendet werden.“ Das war der Moment, als die Partnerschaft mit dem Distributor Anglia Components wichtig wurde. Der Kontrakt wird von der Firma Anglia, die eine Komponentenzulieferungsvereinbarung über mehr als eine Million Pfund mit United EMS abgeschlossen hat, unterstützt. McFadden musste sicher sein, dass er die benötigten Komponenten zum richtigen Preis erhält. „Wir müssen auf die Totalkosten für die künftigen Besitzer achten“, meinte McFadden. „Ein ganzer Haufen Arbeit ging ins Verstehen lernen der lokalen Zulieferer, der Verfügbarkeit und der Kosten der Einzelteile“, sagte John Bowman, Marketing Direktor für Semiconductors bei Anglia. Dies bedeutete nicht nur die Umsetzung einiger weniger kleiner Änderungen auf den Preislisten. „Es resultierte in einem Umdenken darüber, wie die lokalen Zulieferungsketten operieren“, ergänzte er. „In Zusammenarbeit mit einem britischen Distributor schafften wir es, die asiatische Konkurrenz zu übertreffen und so einen Grossauftrag ins eigene Land zu bringen“, sagte McFadden. Eine ähnliche Geschichte trug sich bei LPRS, einem Zulieferer für Nahbereich Funkgeräte, zu. Auch dort bemerkte man die Wichtigkeit einer landeseigenen Zulieferungskette, um es lokalen Herstellern zu ermöglichen, im Exportmarkt konkurrenzfähig zu sein. „Zum Führen unseres Unternehmens mussten wir einen effizienteren Weg finden“, sagte John Sharples, Geschäftsführer bei LPRS. Vertragshersteller für Elektronik in Asien, Osteuropa und in Grossbritannien wurden evaluiert. Beindruckt vom Enthusiasmus und der Bandbreite der in seinem Land stationierten und verfügbaren Produzenten, wählte Sharples das in Chippenham beheimatete Unternehmen Danlers, um die „easyRadio“-Produkte für LPRS zu fertigen. LPRS meldete sich alsdann bei Transonics an, um vollumfängliche Beschaffungs- und Kitting-Dienste anbieten zu können. LPRS benützte bereits Lewmax, eine Division von Transonics, um PIC’s in ihre Radiomodule zu programmieren. Zurück bei United EMS, realisierte McFadden, als er im letzten Jahr den Herstellungsplan ins Leben rief, auch, dass sich eine andere Annäherung an die Themen Kosten und Zulieferungskette als notwendig erwies, als dies bis anhin typisch für die in Grossbritannien ansässige Produktion war. „Unternehmen sind bereit zuzuhören, man braucht aber das richtige Kostenmodell“, sagte er. „Wir mussten ein Hersteller mit tieferen Gemeinkosten sein.“ McFadden schätzt sich glücklich, dass er eine Produktion von Grund auf aufbauen konnte ohne althergebrachte Einrichtungs- und Herstellungspraktiken verwenden zu müssen. „Das Geschäft wurde so entworfen, dass wir vom ersten Tag an mit einem tieferen Grundkostenmodell rechneten“, sagte er. Das bedeutet Investitionen in die Produktionseinrichtungen und in die notwendigen Zertifizierungen. Man hat sich bewusst für Produktionsanlagen von JUKI entschieden. Diese gelten als sehr zuverlässig bei tiefsten Produktionskosten. Zwangsläufig bedeutete dies aber auch einen kostengünstigeren Personalbestand. „Wir wussten, dass wir unser Geschäft optimieren müssen, um konkurrenzfähig zu sein“, sagte McFadden. „So hatten wir die beste Chance. Anglia kreierte eine Lösung für die Zulieferung, die es uns beiden erlaubte zu gewinnen. Sie erkannten, dass wir in Grossbritannien alle Mitspieler sind und wir glauben, dass es funktioniert“, sagte er. Dass das neue Geschäftsmodell funktioniert, zeigt sich in der Investition einer weiteren Produktionslinie. United EMS beschloss Anfangs 2012 den Kauf zwei weiterer Bestückungsautomaten von JUKI, einer KE1070 und KE1080.
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