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Elektronikproduktion | 26 Oktober 2011

Elektroindustrie im Export weiter stark

Die deutsche Elektroindustrie bleibt bei ihren Ausfuhren weitgehend unbeeindruckt von der Schuldenkrise. Wie im Juli hat die mit 841'000 Beschäftigten zweitgrößte deutsche Industriebranche auch im August d.J. Produkte und Systeme im Wert von 12,2 Mrd. Euro exportiert.

"Ihren Vorjahreswert haben die Ausfuhren im August damit um viereinhalb Prozent übertroffen“, sagte ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Andreas Gontermann. „Insgesamt zeigt sich das Exportwachstum weiter in robuster Verfassung.“ In den ersten acht Monaten 2011 sind die Elektroausfuhren um neun Prozent gegenüber Vorjahr auf 98,3 Mrd. Euro gestiegen. Mit einem Plus von einem Prozent auf 10,4 Mrd. Euro haben auch die Importe von Elektroerzeugnissen nach Deutschland ihren Vorjahresstand im August leicht übertroffen. Sie legten damit nach zwei rückläufigen Monaten wieder zu. Kumuliert von Januar bis August 2011 summierten sich die Elektroeinfuhren auf 83,5 Mrd. Euro – plus drei Prozent gegenüber Vorjahr. Im vergangenen Jahr gingen mit 19 Mrd. Euro bereits 13 Prozent der deutschen Elektroexporte in die BRICS-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China, Südafrika). Im Jahr 2000 waren es erst fünf Mrd. Euro bzw. sechs Prozent. „Zwischen 2000 und 2010 haben sich die Ausfuhren in die BRICS-Länder damit fast vervierfacht – wohingegen die Elektroexporte nach Europa, der nach wie vor mit Abstand wichtigsten Abnehmerregion, um knapp ein Viertel zulegen konnten“, betonte Dr. Gontermann. Die gesamten Branchenausfuhren haben sich in diesem Zeitraum um 40 Prozent erhöht. Auch in den ersten acht Monaten d.J. entwickelten sich die Exporte in die BRICS-Staaten mit plus 23 Prozent gegenüber Vorjahr dynamischer als die Ausfuhren nach Europa (plus sieben Prozent). Trotz der sich eintrübenden Aussichten für das Weltwirtschaftswachstum sowie der andauernden Schuldenkrise insbesondere im Euroraum haben sich die Exporterwartungen der Elektrounternehmen im Oktober dieses Jahres den zweiten Monat in Folge etwas verbessert: „Neun von zehn Elektrounternehmen erwarten stabile oder sogar zunehmende Ausfuhrgeschäfte im nächsten Vierteljahr“, so Dr. Gontermann.
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