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© M.Richter Elektronikproduktion | 19 Oktober 2011

Neue Kleinserien-Bestückungslinie bei M.Richter

Richter ist weiter gewachsen, der Umsatz, die Kunden, der Maschinenparkt – die Seriengrößen wohlweislich nicht.

Bei Losgrößen von buchstäblich 1 Stück bis wenige 100 Nutzen hat man bislang mit Insellösungen gearbeitet. Noch vor wenigen Jahren waren verkettete Produktionslinien für Kleinserien einfach zu schwerfällig und unflexibel. "Aber wir haben unser Ohr am Markt und haben gesehen, dass auch verkettete Linien inzwischen zunehmend flexibel geworden sind", so das Unternehmen. Also hat man geplant, besichtigt, verglichen, validiert, gekauft. Die neueste Linie besteht aus einem Schablonenlosen Pastendrucker, einem pick&place Automaten mit Conveyor etc. von Mydata und Vollkonvektionsofen von SMT, Loader von Pacha und eine Ausrollbahn von PEK3. Ungewöhnlich sind einige Details – es handelt sich eben nicht einfach um die billigste und leistungsschwächste, abgespeckte Großserien- Ausrüstung. Das würde wohl nicht allzu gut funktionieren – Kleinserien sind eben anders. Es fängt an mit einem Jetdrucker für die Lotpaste, der keine Schablone mehr benötigt. Bei kleinsten Stückzahlen kann die Schablone teurer werden als der ganze Rest - wenn nämlich das Bauteile-Spektrum für eine einfache Musterschablone zu anspruchsvoll ist. Und wenn es ganz schnell gehen soll - selbst eine im Schnelldienst hergestellte Laserschablone benötigt den Paketdienst. Und zudem kann das Druckprogramm jederzeit an die Erfordernisse der Karte angepasst werden – eine ungeeignete oder falsch bestellte Schablone muss man wegwerfen und neu bestellen.
"Und sollte diese Linie doch schon bald ausgelastet sein, werden wir darüber bestimmt nicht traurig sein, sondern rechtzeitig die nächste Linie planen."
Der Bestückungsautomat von Mydata mit den Agilis-Feedern lässt sich vor allem extrem schnell rüsten - und ist sehr gut auch für kurze Gurtabschnitte geeignet. Einfache Übernahme von CAD-Daten und flotte Programmierung tun ein Übriges. Zudem ist die neue Linie mit einem speziellen Server mit den vorhandenen Bestückungsautomaten des gleichen Herstellers vernetzt für direkten Datenaustausch. So kann bis zur letzten Minute entschieden werden, welche Baugruppe auf welcher Maschine läuft, auch fertig gerüstete Magazine werden einfach hinübergestellt, wenn es denn mal anders kommt oder eine Maschine ausfällt. Genau wie bei den anderen Maschinen des Unternehmens ist keine langfristige „Vollauslastung“ geplant. Vielmehr werden Reserven in der Terminplanung gehalten, um Eilaufträge sehr kurzfristig einzuschieben. Trotz zunächst höherer Kosten im Verhältnis zur tatsächlich produzierten Stückzahl hat sich dieses Konzept bewährt. Zumal diese Lücken meist kurzfristig doch noch belegt werden.
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2019.06.25 20:13 V13.3.22-2