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© M.Richter Elektronikproduktion | 30 August 2011

M.Richter ist beim Start von neuem Ausbildungsgang dabei

Bekanntlich haben wir in Deutschland gewisse Ausbildungslücken in der Elektronik. Speziell in der Fertigung elektronischer Baugruppen gibt es zwischen Produktionshelfer und Elektroniker nichts, was wirklich passt.

Kurse selbsternannter Institute vielleicht, aber keinen offiziellen Ausbildungsgang. Mit diesem Problem kämpft auch der Pforzheimer Kleinserienfertiger M. Richter schon lange. Seit Jahrzehnten auf Muster und kleine Stückzahlen in der Kabelkonfektionierung und Leiterplattenbestückung, insbesondere SMD-Bestückung spezialisiert, müssen die Mitarbeiter in der Fertigung sich fast täglich mit anderen, meist neuen Baugruppen beschäftigen, und sehen das gleiche Teil - wenn überhaupt - vielleicht nach einem Jahr wieder. © M.Richter Heute eine dicht bestückte SMD-Karte, morgen eine heikle Handlötarbeit oder ein Y-Kabel. Diese Fertigung kann nur wirtschaftlich, zügig und zuverlässig ablaufen, wenn nahezu jeder Mitarbeiter fast jeden Auftrag selbstständig von Anfang bis Ende durchführen kann. Die Anforderungen an die Mitarbeiter sind ungleich höher als in einer Großserienfertigung, wo Spezialisten gewisse heikle Aufgaben und schnell angelernte Hilfskräfte einfache Aufgaben übernehmen. Dennoch sind Bestückung und Kabelkonfektion in Deutschland Aufgaben für Produktionshelfer. Diese haben bei Richter eine Anlernzeit von 1,5- 2 Jahren unter der Betreuung anderer Mitarbeiter, bis sie nahezu alle Arbeitsgänge selbstständig ausführen können. Der klassische Elektroniker ist nicht schwerpunktmäßig dafür ausgebildet und fühlt sich durch diese Aufgaben oft auch unterfordert. So kommt es, dass die Bestückungsleiterin bei Richter auch nach Ihrem 25jährigen Betriebsjubiläum und vielfältiger Weiterbildung immer noch formell 'Hilfsarbeiterin' ist. Doch gab es im Juli 2011 einen leichten Lichtblick: Der erste Azubi ist gerade frischgebackener Industrie-Elektriker Fachrichtung Geräte und Systeme geworden - ein Ausbildungsgang, der gerade vor 2 Jahren erst neu geschaffen wurde. So war Michael Vintonak der erste und einzige in Pforzheim und der erste aus betrieblicher Ausbildung weit und breit. Die Berufsschule besuchte er mit angehenden Elektronikern, aber nur 2 Jahre. Eigentlich ist der Beruf der Bezeichnung nach nicht ganz der richtige, um nun Leiterplatten als Dauerjob zu bestücken. Man möchte sich doch etwas anderes drunter vorstellen. Aber von den Inhalten passt es recht gut zu den vielfältigen Aufgaben einer Kleinserienfertigung - ist doch gleich der erste Punkt des Ausbildungsinhaltes (siehe z.B. Bundesagentur für Arbeit) 'wie man Bauteile … montiert'. "Und genau das tun wir doch" findet man bei Richter und wünscht sich, dass der frischgebackene Facharbeiter der Firma recht lange erhalten bleibt. Eigentlich hat er ja nach diesen 2 Lehrjahren schon seinen Stammplatz im Team. Nur folgerichtig, dass im September ein neuer Azubi, diesmal weiblich, die gleiche Ausbildung beginnen wird. Auch wieder mit einer Förderung des Programms Wegebau der AA, die es ermöglicht, dass die Azubis, die beide Familie haben, Ihr volles Gehalt weiter bekommen.
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2019.06.17 21:26 V13.3.21-1