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Sponsored content by ILFA Feinstleitertechnik GmbH

Warum High Tech Platinen aus Hannover so gefragt sind

Das Unternehmen ILFA in Hannover-Anderten ist Spezialist für die Entwicklung und den Bau dieser Teile. Jetzt werden sie auch in Beatmungsgeräte eingebaut.
Es gibt mittlerweile kein elektronisches Gerät mehr, das ohne Leiterplatten auskommt. Sie haben im Prinzip dieselbe Funktion wie Kabelbäume, schaffen also elektrische Verbindungen. Die Unterschiede sind aber gewaltig. „Leiterplatten werden immer leistungsfähiger und immer kleiner“, sagt Christian Georg Behrendt. Behrendt ist zusammen mit Thomas Michels geschäftsführender Gesellschafter Firma Ilfa (das Kürzel steht für „Industrieelektronik und Leiterplattenferigtung aller Art“) in Hannover-Anderten mit 160 Mitarbeitern. Der Mittelständler ist vor allem im Hochtechnologiesegment unterwegs. Kunden sind Unternehmen und Forschungsinstitute unter anderem aus der Luft- und Raumfahrt, der Satellitentechnik, der Robotik und der Medizintechnik. Jüngst ist ein Auftrag der Aachener Firma PyroScience gekommen. Sie will Beatmungsgeräte mit den Leiterplatten von Ilfa bestücken. „Wir fertigen nicht für den Massenmarkt; der wird hauptsächlich von Südostasien aus bedient“, erklärt Behrendt. Die Ilfa, die zuletzt 18 Millionen Euro Jahresumsatz verbucht hat, fertigt in Deutschland Prototypen und mittlere Serien von bis zu 100.000 Stück. „Unsere Stärke ist, dass wir von Beginn der Entwicklung einer Leiterplatte an auf die speziellen Anforderungen der unterschiedlichen Kunden eingehen können. Das spart ihnen am Ende Kosten“, sagt der Geschäftsführer. Für größere Serien unterhält die Ilfa Büros in der taiwanesischen Hauptstadt Taipeh und im chinesischen Shenzhen. In Anderten arbeiten Optiker, Mechaniker, Chemiker und Verfahrenstechniker. Sie entwickeln Leiterplatten mit bis zu 38 einzelnen Lagen aus unterschiedlichen Materialien, zusammengefügt zu einer Gesamtstärke von weniger als vier Millimetern. Außer Größe und Leistungsfähigkeit spielen die Wärmeableitung und immer mehr auch die Datensicherheit eine Rolle für die Produktqualität. Etwa 65 Unternehmen stellen in Deutschland Leiterplatten her, das größte unter ihnen ist die Elektroniktochter der landläufig eher für Befestigungs- und Montagetechnik bekannten Würth-Gruppe in Baden-Württemberg. „Wir gehören in Sachen Technologiekompetenz zu den führenden drei Anbietern“, erklärt Behrendt. Was den Geschäftsführer aktuell umtreibt, ist die Stabilität der weltweiten Lieferketten und die Abhängigkeiten, die sich für Unternehmen in Deutschland daraus ergeben. Wegen der Corona-Pandemie sind sie zurzeit in vielen Bereichen unterbrochen. „Das gilt nicht nur für Schutzkleidung“, erklärt er. Andererseits hat die Ilfa von der Situation insofern profitiert, weil die PyroScience für die zu Corona-Zeiten verstärkt benötigten Beatmungsgeräte Wert darauf gelegt hat, dass die Leiterplatten hierzulande produziert werden. „Sie haben einen verlässlichen Partner gesucht“, sagt Behrendt. Der Ilfa hilft das ein gutes Stück weiter. „Auch wir sind von den wirtschaftlichen Auswirkungen der Krise betroffen und müssen ordentlich kämpfen“, erklärt der Geschäftsführer. Kurzarbeit sei schon angedacht gewesen, aber bisher habe das Unternehmen alle Mitarbeiter in voller Beschäftigung halten können.
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2020.06.09 11:27 V18.6.11-2