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Komponenten | 28 März 2011

Versorgungsprobleme der Kabelindustrie

Das schwere Erdbeben vor der Nordostküste Japans hat die Anlagen vieler Rohstofflieferanten betroffen. Produktionsprozesse mussten abgebrochen, die Fertigung eingestellt werden, berichtet der ZVEI.

Betroffen sei unter anderem die Herstellung von Fluorpolymeren (beispielsweise PTFE, FEP, ETFE, PFA), die für viele Spezialkabelhersteller eine Basiskomponente für Kabel und Leitungen darstellen. Spezialkabel werden insbesondere im Automobil- und Industriebereich eingesetzt. Auch wenn die Werke nicht zerstört wurden, werden nach Einschätzung von Experten die Folgen des Bebens und des Tsunami zu Lieferengpässen und damit zu Preiserhöhungen führen. Der ZVEI erwartet, dass diese Versorgungsprobleme die Lieferfähigkeit der Spezialkabelhersteller deutlich einschränken. Auch leiden unter dieser Situation einige japanische Hersteller von Glasfasern sowie den Vorprodukten, den sogenannten Preforms. Mehrere Produktionsstätten wurden zerstört oder mussten ihre Fertigung einstellen, weil die Energieversorgung nicht gesichert ist. Man erwartet, dass der Prozess bis zur Wiederaufnahme der Fertigung mehrere Monate dauern wird. Diese Entwicklung betrifft teilweise auch die deutschen Hersteller von Telekommunikationskabeln, die vielfach diese Komponenten aus Japan beziehen. Der ZVEI geht davon aus, dass die Lieferfähigkeit der Telekommunikationskabelhersteller dadurch deutlich eingeschränkt werden könnte und dass deshalb die Preise insbesondere für die wichtigen Lichtwellenleiterkabel steigen werden. Insgesamt ist die Situation für weite Teile der deutschen Kabelindustrie angespannt, eine schnelle Verbesserung ist nicht abzusehen.
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2019.09.15 20:56 V14.3.11-1