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© Leoni AG Komponenten | 23 März 2011

Leoni stellt für 2012 Kapitalrendite von 20% in Aussicht

Leoni hat das Geschäftsjahr 2010 deutlich besser abgeschlossen als ursprünglich geplant. Der Anbieter von Kabeln und Kabelsystemen konnte mit EUR 2,96 Mrd. (Vorjahr: EUR 2,16 Mrd.) einen neuen Umsatzrekord markieren.

Basis für das Plus von rund 37% war die nachhaltige Verbesserung der weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Insbesondere die kräftige Erholung der Automobilbranche, die weltweit etwa ein Fünftel mehr produzierte als im Vorjahr, führte zu einer unerwartet starken Nachfrage. Beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) gelang dem Unternehmen die Kehrtwende: Nach einem Verlust von EUR 116,3 Mio. im Krisenjahr 2009 wurde im Berichtsjahr ein Gewinn von EUR 130,7 Mio. erzielt. Auch unter dem Strich gelang die Rückkehr zur Profitabilität, sodass ein Jahresüberschuss von EUR 67,2 Mio. (Vorjahr: Fehlbetrag von EUR 138,1 Mio.) verzeichnet werden kann. Leoni beabsichtigt, eine Dividende von EUR 0,70 auszuschütten. Der Kabelspezialist hat dank der stetig steigenden Nachfrage, der Erschließung neuer Märkte und Kundengruppen sowie des stringenten Kostenmanagements alle ursprünglich gesetzten Ziele für das abgelaufene Geschäftsjahr bei Weitem übertroffen. Beide Unternehmensbereiche konnten stärker wachsen als viele Vergleichsmärkte. Grund für die Überschreitung der Umsatzprognose, die zunächst bei EUR 2,4 Mrd. gelegen hatte, waren der überraschend kräftige Konjunkturaufschwung und die anhaltende Dynamik der Schwellenländer, vor allem China. Auf den erheblich gestiegenen Kupferpreis entfielen EUR 187,4 Mio. oder 9 Prozentpunkte des Erlöszuwachses. Leoni hat die vergangene Wirtschaftskrise auch dafür genutzt, seine Organisation schlanker zu gestalten, die Kostenstruktur zu optimieren und somit die Ertragskraft zu erhöhen. Zum kräftigen Plus beim Ergebnis, das ursprünglich mit EUR 50 Mio. geplant worden war, trugen weiterhin ein vorteilhafter Produktmix, beispielsweise durch zunehmend hochwertige Fahrzeugausstattungen, Mengeneffekte dank der höheren Auslastung sowie ein optimiertes Produktionsnetzwerk bei. Personal: Vorkrisenniveau überschritten Leoni beschäftigte am 31. Dezember 2010 weltweit 55'156 Mitarbeiter, das sind 5'334 Personen mehr als am Vorjahresstichtag und gut 10'000 mehr als zum Zeitpunkt des Krisentiefs im April 2009. Der Zuwachs resultierte im Wesentlichen aus Neueinstellungen an Produktionsstandorten in Nordafrika, Osteuropa, Amerika und Asien. Insgesamt wuchs die Belegschaft im Ausland von 46'027 auf 51'381 Arbeitnehmer, was 93,2% der Gesamtzahl entspricht. Im Inland waren 3'775 Mitarbeiter für Leoni tätig gegenüber 3'795 vor Jahresfrist. WCS: China als Wachstumstreiber Nr. 1 Im Unternehmensbereich Wire & Cable Solutions wirkte sich die konjunkturelle Belebung im Jahresverlauf 2010 bei nahezu allen Abnehmergruppen wesentlich positiver aus als erwartet, was zu einer sehr guten Auslastung der Kapazitäten führte. Der Außenumsatz des Segments erhöhte sich im Berichtsjahr um etwa 41% auf EUR 1.321,5 Mio. (Vorjahr: EUR 935,5 Mio.). Davon sind gut 18 Prozentpunkte auf den im Jahresverlauf erheblich gestiegenen Kupferpreis zurückzuführen. Das EBIT belief sich auf EUR 56,3 Mio. (Vorjahr: EUR -34,2 Mio.). Besonders hervorzuheben ist die Expansion in China. Der dort realisierte Umsatz nahm im Berichtszeitraum um rund 64% auf EUR 159 Mio. zu. Der Anstieg des Geschäftsvolumens ist nicht zuletzt Ergebnis der neu eingeführten Organisationsform einer Business Area China. Des Weiteren ist es Leoni 2010 gelungen, sein Geschäft im Bereich der Umwelttechnologien auszubauen. Das Unternehmen hat beispielsweise neue Aufträge für Kabel erhalten, die in der Bahntechnik und der Solarbranche verwendet werden. WSD: Fortschreitende Internationalisierung Der Unternehmensbereich Wiring Systems konnte 2010 von der kräftigen Nachfragebelebung in der weltweiten Fahrzeugindustrie überdurchschnittlich profitieren und seinen Außenumsatz um rund ein Drittel auf EUR 1.634,2 Mio. (Vorjahr: EUR 1.224,6 Mio.) steigern. Die größten Umsatzanteile entfielen auf die Automobilhersteller PSA, Mercedes-Benz, General Motors, VW Gruppe und BMW. Das Segment-EBIT beträgt EUR 74,3 Mio. (Vorjahr: EUR -78,5 Mio.). Die Erholung des Geschäfts war über alle Kundengruppen und Regionen hinweg festzustellen. Insbesondere das in der Krise stark beeinträchtigte Geschäft mit der Nutzfahrzeugindustrie konnte deutlich zulegen. Besonders gut entwickelte sich weiterhin die Nachfrage nach Kabelsätzen und Bordnetz- Systemen in China, wo sich der Umsatz 2010 aufgrund mehrerer Neuprojekte etwa verdreifachte, sowie in den USA, wo deutsche Premiumfahrzeuge stärker gefragt waren. Des Weiteren baute Leoni sein Leistungsportfolio für Fahrzeuge mit alternativen Antrieben aus und gründete dafür die divisionsübergreifende Business Unit Electromobility. Finanzlage: Mehr Eigenkapital als Nettofinanzschulden Leoni ist es gelungen, sein Ziel eines mindestens ausgeglichenen Free Cashflows vor Dividende deutlich zu übertreffen: Vor dem Hintergrund des guten Geschäftsverlaufs konnte konzernweit ein Wert von EUR 50,7 Mio. (Vorjahr: EUR 2,1 Mio.) erzielt werden. Dadurch sanken die Nettofinanzschulden im Berichtsjahr von EUR 495,4 Mio. auf EUR 444,6 Mio. Gleichzeitig stieg das Eigenkapital per 31. Dezember von EUR 369,1 Mio. auf EUR 481,2 Mio., wodurch es erstmals seit Beginn der Wirtschaftskrise wieder die Nettofinanzschulden überstieg. Im Zuge der raschen wirtschaftlichen Erholung hat Leoni sein Investitionsprogramm konzernweit auf EUR 107,4 Mio. (Vorjahr: EUR 83,2 Mio.) ausgeweitet. Davon entfielen EUR 103,1 Mio. auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen; für Finanzanlagen und Akquisitionen wurden EUR 4,3 Mio. aufgewendet. Prognose: Umsatzsteigerung bei wachsenden Erträgen Im laufenden Geschäftsjahr 2011 wird Leoni basierend auf seiner in vielen Geschäftsfeldern führenden Position erneut stärker als seine wichtigsten Märkte expandieren. Besonderes Potenzial bergen dabei die Länder China, Russland und Indien. Der Konzernumsatz sollte aus heutiger Sicht auf mehr als EUR 3,1 Mrd. steigen. Da sich die wesentlichen Aufwandspositionen unterproportional zum Umsatzanstieg entwickeln dürften, mit weiteren positiven Skaleneffekten zu rechnen ist und sich zudem Strukturverbesserungen auswirken sollten, wird beim EBIT ein Rekordwert von ca. EUR 170 Mio. erwartet. Für das Jahr 2012 stellt das Unternehmen einen Konzernumsatz von EUR 3,4 Mrd. und eine Kapitalrendite (ROCE) von 20% in Aussicht.
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2019.09.18 10:52 V14.4.0-1