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Komponenten | 03 Februar 2011

Leoni hat Produktion in Nordafrika annähernd normalisiert

Leoni konnte die Produktionskapazitäten in seinem ägyptischen Bordnetz-Werk nach zwischenzeitlichen Ausfällen inzwischen wieder annähernd auf Normalniveau anheben.
Trotz der schwierigen politischen Lage Ägyptens, die weite Teile der Wirtschaft im Land lahm legt, konnte Leoni die Produktion in seinem Werk in Kairo nach anfänglich starken Beeinträchtigungen fortführen und mittlerweile weitgehend normalisieren. Zentrale Maßnahmen im Rahmen des Krisenmanagements sind die zeitlich flexible Anpassung des Schicht-Systems an die Ausgangssperre sowie der verlässliche Einsatz einer selbst organisierten Bus-Flotte, die die Mitarbeiter in das Werk und zurück nach Hause bringt.

Seit Mittwoch, 2. Februar, sind wieder 80 _ 90% der Belegschaft anwesend, die größtenteils länger als üblich arbeiten und dadurch Fertigungsrückstände mindern bzw. aufholen können. Das Werk selbst ist bisher unversehrt. Leoni bleibt wegen der schwer einzuschätzenden politischen Entwicklung weiterhin in höchster Alarmbereitschaft.

Bereits vorbeugend hatte das Unternehmen noch vor dem Ausbruch der Unruhen die Produktion in Ägypten erhöht und über Bedarf produziert sowie die Waren exportiert. Daher ist derzeit von den meisten Produkten ausreichend Material auf dem Weg zu den Kunden, deren Versorgung damit für die nächsten zwei bis drei Wochen sichergestellt ist. Solange der Aktivitäten des Frachthafens in Kairo eingestellt bzw. eingeschränkt sind, wird Leoni in Abstimmung mit den Kunden dringende Waren per Luftfracht ausführen.

Die Lage in den vier tunesischen Werken ist bereits seit mehr als einer Woche wieder weitgehend stabil. Vereinzelt treten noch Verzögerungen im Transport und beim Fährbetrieb auf. Lieferrückstände liegen aktuell aber nicht vor.

Leoni beschäftigt in Ägypten rund 4'000 und in Tunesien etwa 12'000 Mitarbeiter. An allen Standorten werden Kabelsätze und Bordnetz-Systeme für europäische Automobilkunden oder internationale Zulieferer hergestellt.

Leoni erwartet durch die Beeinträchtigungen in Nordafrika keine nennenswerten finanziellen Belastungen.

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2018.07.18 17:55 V10.0.0-2