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Komponenten | 19 Januar 2011

Cloud Computing erneut IT-Trend des Jahres

Umfrage: 62 Prozent der ITK-Anbieter nennen Cloud Computing - Mobility, IT-Sicherheit und Virtualisierung weitere Top-Themen. Aufsteiger des Jahres sind Social Media
Die wichtigsten IT-Trends des Jahres 2011 sind Cloud Computing, Mobile Anwendungen, IT-Sicherheit und Virtualisierung. Das hat eine aktuelle Umfrage des Hightech-Verbands BITKOM in der ITK-Branche ergeben. Danach nennen 62 Prozent der befragten Anbieter Cloud Computing als das Top-Thema des Jahres. Im Vorjahr stand Cloud Computing ebenfalls an der Spitze, wurde aber „nur“ von 45 Prozent der befragten ITK-Firmen genannt. Auf Platz zwei der wichtigsten Themen liegen Mobile Applikationen mit 43 Prozent der Nennungen, gefolgt von IT-Sicherheit mit 38 Prozent und Virtualisierung mit 37 Prozent. Aufsteiger des Jahres ist das Thema Social Media, das 24 Prozent der Anbieter als bestimmenden Technologietrend sehen. Vor einem Jahr waren es erst 12 Prozent. Bei der Umfrage waren Mehrfachnennungen möglich. „Im Jahr 2011 bleiben Technologien im Fokus, die den IT-Anwendern bessere Leistung und mehr Effizienz bringen“, sagte BITKOM-PrĂ€sident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer. Mit der zunehmenden Verbreitung von Smartphones und Tablet-PCs steige zudem die Bedeutung der mobilen Internetnutzung im geschĂ€ftlichen und privaten Umfeld enorm an.

Trend 1: Cloud Computing
Wie im Vorjahr liegt Cloud Computing auf Platz eins der wichtigsten IT-Themen. Beim Cloud Computing erfolgt die Nutzung von IT-Leistungen in Echtzeit ĂŒber Datennetze (in der „Wolke“) anstatt auf lokalen Rechnern. Die Technologie entwickelt sich innerhalb weniger Jahre zu einem Milliarden-Markt mit einer hohen standortpolitischen Bedeutung fĂŒr die deutsche Wirtschaft. „IT-Anwender erhöhen durch den Einsatz von Cloud Computing ihre Effizienz und steigern damit ihre internationale WettbewerbsfĂ€higkeit“, sagte Scheer. „Gleichzeitig ist die Technologie eine Herausforderung fĂŒr die mittelstĂ€ndischen Anbieter von Software und IT-Services. Sie mĂŒssen ihr Produkte und Dienste entsprechend anpassen.“ Nach einer Studie der Experton Group fĂŒr den BITKOM wird der Umsatz mit Cloud Computing in Deutschland von 1,9 Milliarden Euro im Jahr 2011 auf 8,2 Milliarden Euro im Jahr 2015 steigen. Das Umsatzwachstum liegt bei durchschnittlich 48 Prozent pro Jahr. In fĂŒnf Jahren werden etwa 10 Prozent der gesamten IT-Ausgaben auf diese Technologie entfallen. Cloud Computing ist das Leitthema der CeBIT 2011, die vom 2. bis 6. MĂ€rz in Hannover stattfindet.

Trend 2: Mobile Applikationen
Neben Smartphones werden sich Tablet-PCs im Massenmarkt durchsetzen. Bei den Tablets gibt es aktuell eine Flut neuer GerĂ€te, die dem iPad folgen. Mit der steigenden Verbreitung mobiler GerĂ€te werden viele stationĂ€re Anwendungen auch unterwegs genutzt. Dies wiederum stimuliert die Entwicklung von Apps und mobilen Websiten. Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland bereits rund 750 Millionen Apps auf Smartphones und Tablet-PCs geladen. ZusĂ€tzlich zu ĂŒberwiegend privat genutzten Spielen, Fahrplandiensten oder E-Books werden verstĂ€rkt mobile Anwendungen fĂŒr den Einsatz in Unternehmen entwickelt. „Die neuen Firmen-Apps und mobile Websiten werden es den Mitarbeitern ermöglichen, von beliebigen Orten auf Anwendungen ihres Unternehmens zuzugreifen“, sagte Scheer.

Trend 3: IT-Sicherheit
Im vergangenen Jahr standen die Themen Datensicherheit und Datenschutz hĂ€ufig im Fokus der Öffentlichkeit: Der Stuxnet Virus, mutmaßlich chinesische Hacker-Angriffe auf US-Firmen oder die Diskussion um Google Street View sorgten fĂŒr Schlagzeilen. „Auch im laufenden Jahr bleiben Sicherheitsfragen auf der Agenda ganz oben“, sagte Scheer. Neben technischen Sicherheitslösungen rĂŒckt dabei die Abwehr des „Social Engineering“ in den Fokus. Dabei versuchen sich Internetkriminelle Zugang zu sensiblen Informationen zu verschaffen, indem sie Mitarbeiter unter Druck setzen oder ihre Hilfsbereitschaft ausnutzen. In der Datenschutzdebatte wird es im Jahr 2011 zunehmend um die Frage gehen, wie InternethĂ€ndler und soziale Online-Netzwerke mit persönlichen Daten umgehen. Das Bundesinnenministerium wird zum Datenschutz einen Gesetzentwurf vorlegen.

Trend 4: Social Media in Organisationen
Soziale Netzwerke wie Facebook, StudiVZ oder Xing werden fĂŒr die Unternehmenskommunikation immer wichtiger. Sie erleichtern die direkte Interaktion mit Kunden, potenziellen Mitarbeitern oder anderen Interessengruppen. Mit Twitter ist zudem ein Nachrichtenmedium entstanden, das einen schnellen, direkten Austausch mit einzelnen Zielgruppen ermöglicht. Im Unternehmen selbst werden Social-Media-Technologien verstĂ€rkt unter dem Stichwort Enterprise 2.0 eingesetzt. Firmeninterne Blogs, Wikis und Foren ermöglichen es den Mitarbeitern, bequem Erfahrungen, Meinungen und Wissen auszutauschen. „Organisationen mĂŒssen fĂŒr die Social-Media-Nutzung die technischen und organisatorischen Voraussetzungen schaffen“, sagte Scheer. „Statt einseitiger Kommunikation mittels Werbung oder Mitarbeiterzeitschriften wird der persönliche Austausch ĂŒber das Internet immer wichtiger.“
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